Trumps Vize kündigt das Ende der Welt an

Er geht nicht in die Kirche, postet von AI erstellte Bilder von sich als Jesus oder Gott und ist global für seine besonders unchristlichen Handlungen bekannt. Trotzdem hat der amerikanische Präsident gerade unter den Christen in seinem Land einen großen Zuspruch, wenn auch dieser ständig weniger wird. Im November sind die sogenannten „Midterms“-Wahlen in den USA, in denen Donald Trumps Partei, die Republikaner, wahrscheinlich große Verluste hinnehmen muss. Um zu retten, was noch zu retten ist, geht der scheinbar ultrachristliche Vizepräsident jetzt auf Charmoffensive unter den christlich orientierten Influencern, Podcastern und Medienkanälen. In einem der Gespräche mit einem der beliebtesten Podcasts hat Trumps Vize gerade angekündigt, dass „wir uns wahrscheinlich in der Endzeit bewegen – aber das ist ok“. 

Der Antichrist ist schon da 

J.D. Vance konvertierte noch vor seiner Berufung zum Stellvertreter Trumps im Jahre 2019 zum Katholizismus. Er war der letzte Besucher des vorherigen Papstes Franziskus, bevor dieser noch am selben Tag verstarb, und hat seither versucht, sich gegenüber dessen Nachfolger Papst Leo XIV. anzubiedern, jedoch ohne großen Erfolg.  In einem Gespräch mit dem christlichen Influencer Bryce Crawford, der auf YouTube mehr als eine Million Follower hat, sprach der amerikanische Vize über seinen katholischen Glauben und die Gewissheit, dass der Antichrist wahrscheinlich schon unter uns wandelt.  „Ich wäre zwar nicht überrascht, wenn wir in der Endzeit leben würden, aber worauf ich mich konzentriere, ist, jetzt so viel wie möglich von Gottes Werk zu tun“, erklärte er in dem Gespräch. „Wenn das zum Weltuntergang führt, na gut.

Trumps außergewöhnlicher Sinn für Humor 

Der Podcaster und Influencer Bryce Crawford hatte sich zuvor äußerst kritisch über Vances Boss Donald Trump geäußert, nachdem dieser sich auf diversen sozialen Media als Jesus-Figur dargestellt hat: 

J.D. Vance fühlte sich deshalb genötigt, seinen Chef in Schutz zu nehmen. Laut Vance hätte Donald Trump niemals beabsichtigt, sich selbst als Jesus oder Gott darzustellen.  „Er wollte Gott nicht etwa verspotten oder imitieren, so ist er nicht“, verteidigte Vance seinen Boss. Trump hätte vielmehr einen außergewöhnlichen Sinn für Humor und versuche oft, die Stimmung mit Witzen aufzulockern. Als Crawford den amerikanischen Vize fragte, ob dieser glaubt, in den Himmel zu kommen, antwortete Vance: „Auf einer Skala von eins bis zehn, höchstwahrscheinlich eine Sieben oder Acht“. 

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Alexander Grünstedt