

In der Nacht von gestern auf heute erlebten Teile Deutschlands einige der schlimmsten Unwetter seit Beginn des Sommers: Starkregen und Sturmböen verursachten vielerorts Überschwemmungen und Schäden. Doch gerade heute Morgen, als viele glaubten, die Gefahr sei vorüber, ereignete sich eine unfassbare Tragödie.
Offiziellen Berichten zufolge ereignete sich der tragische Vorfall kurz nach 07:30 Uhr. Ein Vater brachte sein kleines Kind zur Kita. Ein alltäglicher Anblick in Georgenthal (Landkreis Gotha, Thüringen), doch heute Morgen verwandelte sich die Szene plötzlich in einen Albtraum. Sie gingen gerade unter einem Baum hindurch, als das Unerwartete geschah: Mehrere Äste stürzten mit voller Wucht herab. Wie durch ein Wunder blieb das Kind unversehrt. Sein Vater erlitt jedoch schwere Verletzungen. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte starb er kurze Zeit später. Er war 40 Jahre alt.
Mehrere Vorfälle gemeldet
Ein Sprecher des Landkreises sprach zunächst lediglich von einem „Schadensereignis“, bei dem eine Person ums Leben kam. Doch das wird dem Schock, den es auslöst, wenn jemand so unerwartet aus dem Leben gerissen wird, kaum gerecht. Die Tragödie sollte eine Warnung an alle sein, die unterwegs sein müssen, da stürmisches Wetter mit dem Herannahen des Herbstes in Deutschland wieder häufiger auftreten wird. Die Gefahr durch herabfallende Äste besteht auch nach dem Ende eines Unwetters weiter, und den Bürgern wird geraten, bei Aktivitäten im Freien größte Vorsicht walten zu lassen.
Leider war dies nicht die einzige Tragödie, die sich während der jüngsten Unwetter ereignet hat: Gestern Abend wurde eine 58-jährige Frau in Rheinland-Pfalz von einem umstürzenden Baum getötet. Ihre 47-jährige Begleiterin wurde schwer verletzt. Die beiden waren gerade spazieren, als das Unwetter plötzlich über sie hereinbrach. Wie die BILD berichtet, wurden zudem mehrere Autos auf der Straße von herabfallenden Bäumen und Ästen getroffen – glücklicherweise wurde jedoch niemand schwer verletzt. Rheinland-Pfalz, Thüringen und Hessen waren gestern Abend besonders stark betroffen: Sturmböen von über 100 km/h richteten schwere Schäden an, entwurzelten Bäume und rissen Hauswände ein. In Brandenburg und Hessen wurden Tornados gemeldet.
Warnung des DWD: Gefährliche Bedingungen halten an
Für den heutigen Abend hat der DWD Warnungen vor schweren Gewittern im Süden und im Norden des Landes herausgegeben. Auch im Osten und im Westen sind vereinzelte Gewitter möglich. Die Bürger sollten beim Verlassen ihrer Häuser größte Vorsicht walten lassen. In den kommenden Tagen ist es äußerst ratsam, den Wetterbericht im Auge zu behalten und etwaige Wetterwarnungen zu beachten. Bäume können zu dieser Jahreszeit besonders gefährlich werden, da ihr Laub dem Wind eine große Angriffsfläche bietet.