USA beflügelt vom „Erfolg“ in Venezuela: Kommen diese Länder als Nächstes?

Die Welt steht noch immer unter dem Schock des US-Eingriffs in Venezuela. Eines ist unbestreitbar klar geworden: Donald Trump meint es ernst und will die Welt weiterhin im Interesse Amerikas verändern, so wie er es sieht.

Es ist unwahrscheinlich, dass Venezuela das einzige Land bleiben wird, das den Eingriff der USA zu spüren bekommt. Trump lenkt die Aufmerksamkeit der Welt bereits auf sein nächstes Ziel: „Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen“, sagte er am Sonntag an Bord der Air Force One. Grönland, so Trump, werde von den USA aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ benötigt. Aber Grönland könnte sich doch als harte Nuss erweisen. Inzwischen stehen auch mehrere andere Ziele auf Trumps Liste.

Kolumbien
Laut Trump ein „krankes“ Land, das von einem „kranken Mann“ regiert wird. Trump droht, dass Kolumbien bald nicht mehr in der Lage sein wird, Kokain für den Verkauf in den Vereinigten Staaten zu produzieren. Auf die Frage einer Journalistin, ob es einen US-Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, antwortete Trump: „Das klingt für mich sehr gut.“

Kuba
Kuba ist seit vielen Jahren ein Dorn im Auge der USA. Es ist auch bekannt, dass die kubanische Regierung Maduro unterstützt hat. Marco Rubio sprach kürzlich gegenüber NBC News vom kubanischen Regime als einem „großen Problem“, wollte jedoch nicht bestätigen, ob dort ein Militäreinsatz geplant sei.

Mexiko
Der US-Präsident ist auch mit der aktuellen mexikanischen Regierung alles andere als zufrieden. Seiner Meinung nach hat die gewählte mexikanische Präsidentin keine Kontrolle – sie hatte zuvor US-Einsätze gegen kriminelle Kartelle in ihrem Land abgelehnt. Am selben Tag, an dem der Schlag gegen Maduro öffentlich wurde, verkündete er: „Wir müssen mit Mexiko etwas tun“.

Iran
Die USA und der Iran sind bereits aneinandergeraten. Nun ist eine neue Welle von Protesten gegen die iranische Regierung ausgebrochen. Laut Trump werden die Ereignisse genau beobachtet: „Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden.“ Ob dies eine militärische Intervention bedeuten würde, sagte der US-Präsident nicht.

Bislang sind die USA noch mit Venezuela beschäftigt. Trump hat bereits gedroht, Venezuela müsse sich „benehmen“ – andernfalls könnten sich die USA zu einem zweiten Angriff gezwungen sehen, so Trumps Worte. Unterdessen haben mehrere europäische Politiker, darunter Friedrich Merz, ihre Unterstützung für Grönland erklärt. Was nach Ablauf von Trumps „20 Tagen“ passieren wird und ob die USA bereits einen Angriff woanders vorbereiten, bleibt abzuwarten.

Foto: Daniel Torok, Public domain, via Wikimedia Commons

Kommentare anzeigen

  • Der Allmächtige, wovon er und seine Speichellecker überzeugt zu sein scheint bzw. scheinen.

  • Amerika war früher kriegerisch und ist es immernoch. Alle oben genannten Länder haben eines gemeinsam, sie sind reich an Bodenschätzen. Amerika ist pleite und benötigt dringend Geld. Das jahrzehnte Leben im Überfluss hat auch seine Nachteile. Sollte Trump wirklich wagen Dänemark anzugreifen, würde das das en der UN bedeuten.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Oskar Herbert