

Der Kampf ums Überleben ist eröffnet: Mit Vollgas in die Pleite ist aktuell das bekannte Unternehmen Autolöwen GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall geschlittert. Ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet.
Viele Autohändler in Deutschland klagen über eine Kaufzurückhaltung der Kunden, die höheren Kosten für Personal und Energie. Für die Autolöwen GmbH wird es jetzt knapp: Die Firma hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Rund 170 Mitarbeiter müssen also um ihre Jobs fürchten.
Insolvenzverwalter schon aktiv
Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Markus Schuster von der Kanzlei Schultze & Braun spricht mit der BILD darüber: „Wir starten umgehend mit der Ansprache der potenziellen Investoren und unser Ziel ist es, möglichst bald eine Übernahmelösung für das Autohaus Autolöwen zu erreichen.“ Das erste Ziel sei, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, eine Sanierung zu ermöglichen und die Autohäuser zu erhalten.
Handel mit verschiedenen Marken
Die Autolöwen GmbH ist seit mehr als 30 Jahren aktiv, wuchs in den letzten Jahren stark und eröffnete acht Standorte in Baden-Württemberg wie in Schwäbisch Hall, Heilbronn, Crailsheim, Aalen, Öhringen und Ludwigsburg. Gehandelt wird mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen verschiedener Marken, darunter Peugeot, Opel, Fiat, Jeep, Citroën und Alfa Romeo.
Es gibt 138 Angestellte und 34 Auszubildende, die sich um die Autos kümmern und die Kunden betreuen. Dennoch musste im April ein Insolvenz-Antrag eingereicht werden, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet. Das Amtsgericht Heilbronn ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung des Unternehmens an.
Gehälter vorerst abgesichert
Dr. Schuster weiter: „Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden des Autohauses Autolöwen werden bis einschließlich Juni über das Insolvenzgeld abgesichert. Ich leite die notwendigen Maßnahmen ein, damit die Mitarbeitenden ihr Geld möglichst zeitnah erhalten und es ihnen wie ihr reguläres Gehalt ausgezahlt werden kann.“
Die Autolöwen GmbH ist mit ihrer existenzbedrohenden Krise nicht alleine. Die aktuelle wütende Wirtschaftskrise trifft immer wieder Händler und Zulieferer.