Von 17 bis 7 Uhr: Eigene Nachtwache soll landesweit Gefahren aufzeigen

Unsichere Zeiten erfordern spezielle Maßnahmen: Ab sofort gilt im ganzen Land eine Nachtwache. Abgehalten wird diese von dänischen Regierungsmitarbeitern, um speziell Nachrichten aus den USA im Auge zu behalten.

Dänemarks Regierung ist so beunruhigt über Nachrichten aus den USA, dass ein Team diese ab sofort rund um die Uhr überwachen wird. Vor allem die Grönland-Pläne von US-Präsident Donald Trump machen dem skandinavischen Land Sorgen. Laut der dänischen Zeitung „Politiken“ werden ab sofort alle Meldungen aus den USA, die zwischen 17 Uhr am Nachmittag und sieben Uhr morgens mitteleuropäischer Zeit entstehen, beobachtet und protokolliert werden.

Angst vor „nächtlichen Zwischenfällen“
Eine Nachtwache des dänischen Außenministeriums schickt diese dann raschestmöglich an andere Regierungsstellen weiter. Für „nächtliche diplomatische Zwischenfälle“ sei in einem Büro des Außenministeriums eine Liste mit wichtigen Telefonnummern ausgehängt worden, wie die Zeitung berichtet. So will man der Zeitverschiebung von sechs Stunden trotzen, damit die Regierungsmitarbeitenden stets auf dem neuesten Stand sind.

Der Grund für diese Mühen ist Trumps Erklärung, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland annektieren zu wollen. Gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte er dieses Vorhaben als absolute Notwendigkeit“ bezeichnet. Die Insel ist strategisch interessant für ihn, da sich dort Rohstoffe wie seltene Erden befinden. Die Rede ist etwa von Lithium, Zinn, Nickel oder Platin.

“Grönland gehört Grönland”
Grönland gehört geografisch zu Nordamerika, ist aber offiziell Teil des Königreichs Dänemark. Die Grönländer haben jedoch ihre eigene Regierung und zwei Abgeordnete im dänischen Parlament. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen fand klare Worte: „Grönland ist nicht dänisch. Grönland gehört Grönland.“

USA wollen Dänemark umgehen
Seit April dieses Jahres versuchen die USA nun, direkten Kontakt mit der grönländischen Regierung, auch „Naalakkersuisut“ genannt, aufzunehmen. Fragen rund um Außen-, Sicherheits- oder Verteidigungsthemen können jedoch nur gemeinsam mit Vertretern aus Dänemark besprochen werden.

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  • Na das ist doch ein attraktiver Beruf aus dem Mittelalter für Quereinsteiger oder Arbeitslose! Was für eine Welt jetzt muss man sich vor Freunden (nicht nur vor Putin) schützen die vielleicht eine Nacht und Nebel Aktion auslösen könnten und unangemeldet in Grönland einmarschieren und so ungeliebten Zugang sich militärisch erzwingen! Ankündigungen können auch in die TAT umgesetzt werden!

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Martin Beier