

Der Frühling ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen und viele freuen sich über das milde und teilweise sogar sonnige Wetter. Das schöne Wetter kommt allerdings zu einem Preis, denn jetzt werden aus ganz Deutschland Warnungen laut, dass gerade der Sonnenschein zu schwerwiegenden Umweltkatastrophen führen könnte. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) werden nämlich in den nächsten Tagen Temperaturen von 20 Grad Celsius oder darüber erwartet, und in Kombination mit dem ausbleibenden Niederschlag ist die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands auf den höchsten Alarmstufen. In Bayern ist die Landesregierung sogar dazu übergegangen, die Überwachung aus der Luft anzuordnen.
Warnung für mehrere Orte in Bayern
Besonders betroffen von den Waldbrandwarnungen sind Oberbayern, Schwaben, Niederbayern und das Unterfränkische. In Lohr am Main wurde bereits seit gestern ein umfassendes Verbot für offenes Feuer im gesamten Stadtgebiet angeordnet, Grablichter inbegriffen. Hoch auf dem Gefahrenindex stehen auch Eichstätt, Trostberg und Amerang in Oberbayern, Harburg, Günzburg und Lechfeld in Schwaben sowie Saldenburg in Niederbayern. Die Überwachungsflüge, die ab heute Nachmittag von Vilshofen, Arnbruck, Wallmühle, Eggenfelden und Ellermühle aus starten werden, sollen nach möglichen Rauchentwicklungen Ausschau halten und gegebenenfalls den Alarm auslösen. Damit erhofft man sich, Brandeinsätze so früh wie möglich in Gang setzen zu können, um großflächige Brände und deren katastrophalen Folgen zu vermeiden.
Regen am Wochenende
Neben Bayern sind auch waldreiche Gebiete in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz von der höchsten Warnstufe auf dem Gefahrenindex betroffen. Die Warnstufe gilt bis einschließlich Freitag, 1. Mai. Für das Wochenende ist ein leichter Regen in den betroffenen Gebieten angesagt, der die Gefahrenlage voraussichtlich etwas entschärfen wird. In der Zwischenzeit werden Spaziergänger und Waldbesucher darum gebeten, besonders vorsichtig zu sein. Zudem fordert der ADAC Autofahrer dazu auf, ihre Wagen nicht auf trockenen Wiesen oder Waldböden abzustellen, weil in der augenblicklich prekären Situation sogar erhitzte Katalysatoren oder Auspuffe Brände verursachen können.