„Wir sind am Arsch“: Nato erleidet Mega-Blamage

Ein höchst besorgniserregender Bericht, der unzählige Fragen aufwirft: Vor allem, wie die Verantwortlichen sicherstellen können, dass so etwas nie wieder passiert. Zwei Bataillone – jedes mit Hunderten von Soldaten – wurden während einer Übung einfach ausgeschaltet, und das von nicht mehr als 10 Gegnern.

„Wir sind am Arsch“, kommentierte ein Nato-Kommandeur laut mehreren Quellen der BILD die Situation: Eine Niederlage, die nicht nur eine große Blamage für die Nato darstellt, sondern auch als dringender Weckruf dienen sollte.

Peinliche Niederlage für die Nato
Wie nun bekannt wurde, wurden Nato-Truppen während einer Übung, an der sowohl Nato als auch ukrainische Streitkräfte beteiligt waren, von den Ukrainern vernichtend geschlagen. Es handelte sich um die Operation „Hedgehog“, die im Mai letzten Jahres in Estland stattfand.

Berichten zufolge wurden zwei Bataillone der Nato-Truppen zusammen mit 17 gepanzerten Fahrzeugen von zehn ukrainischen Soldaten „ausgeschaltet“. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, benötigten die Ukrainer mithilfe von Drohnen nur einen halben Tag, um dies zu erreichen.

Wie das WSJ unter Berufung auf Berichte von Teilnehmern der Übung schreibt, rannten die Bataillone einfach herum und ließen ihre Fahrzeuge und Zelte stehen – alles ohne angemessene Tarnung. Rund 30 Drohnen, die in einem Gebiet von 10 Quadratkilometern eingesetzt wurden, machten kurzen Prozess mit den Streitkräften.

Nato-Bataillone fielen Drohnen zum Opfer
Wie Aivar Hanniotti, der einen Teil der ukrainischen Truppen während der Übung befehligte, erklärt, konnten Fahrzeuge und mechanische Einheiten leicht gefunden und durch Drohnenangriffe schnell neutralisiert werden.

Nun könnte man argumentieren, dass die Ukraine sich seit vier Jahren im Krieg befindet. Ihre Truppen sind erfahren im Kampf gegen einen skrupellosen, aggressiven Gegner, der zahlenmäßig überlegen ist. Im Laufe des Konflikts in der Ukraine hat sich der Einsatz von Drohnen in der Kriegsführung sprunghaft entwickelt. Wie das WSJ betont, kommen im Durchschnitt über 60 Drohnen in einem 10 Quadratkilometer großen Gebiet entlang der aktiven Front zum Einsatz. Auch Russland hat den Einsatz von Drohnen erheblich ausgebaut. Und keine Ausreden helfen – schließlich versucht die Nato, sich auf die Verteidigung gegen einen Krieg vorzubereiten, von dem Experten fast sicher sind, dass er bald vor unserer Tür stehen wird.

„Hedgehog 2025”: Ein dringender Weckruf?
In dieser Hinsicht kann die Niederlage während der Übung „Hedgehog 2025” zwar sehr peinlich sein, aber auch als wertvolle Lektion angesehen werden, da sie dringend deutlich macht, wie viel Arbeit wohl noch zu leisten ist, um die Nato-Truppen auf das Schlimmste vorzubereiten.

Foto: U.S. Marine Corps photo by Gunnery Sgt. Clinton Firstbrook, Public domain, via Wikimedia Commons

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Oskar Herbert