

Die Bundesregierung hat die Einführung der sogenannten „Frühstartrente“ auf den Weg gebracht, die Kindern in Deutschland ein Startkapital für die private Altersvorsorge sichern soll. Das Kabinett unter Leitung von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) gab am Mittwoch grünes Licht für die Pläne.
Der Bund soll demnach für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, bis zum 18. Lebensjahr monatlich 10 Euro in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlen. Die „Frühstartrente“ soll dazu beitragen, Kindern Vermögensaufbau unabhängig vom Elternhaus zu ermöglichen. Gefördert werden ausschließlich zertifizierte Verträge mit einem effektiven Kostendeckel, sowie ohne Abschluss- und Vertriebskosten bis zur Volljährigkeit. Kinder, für die von den Eltern kein Depot eröffnet wird, sollen von der „Frühstartrentenförderung“ im Rahmen einer staatlichen kollektiven Anlage profitieren.
„Wir wollen, dass alle besser und früher für das Alter vorsorgen können“, sagte Klingbeil. Kinder sollten unabhängig vom Elternhaus Vermögen aufbauen können. „Die Frühstartrente ist ein wichtiger Beitrag für eine bessere Altersvorsorge und mehr Chancengleichheit.“
Die Erträge aus den Depots bleiben bis zur Auszahlungsphase steuerfrei. Die Auszahlung erfolgt frühestens ab dem 65. Lebensjahr. Zuzahlungen sind bis zu 6.840 Euro pro Jahr möglich. Die Reform der privaten Altersvorsorge soll ab 2027 starten.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Finanzministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur