

Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner weist Kritik an dem Besuch von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Geburtstagsfeier von Russlands Präsident Wladimir Putin zurück. „Der Privatmann Gerhard Schröder macht viele Dinge, die man kritisch sehen kann. Aber: Schröder war privat bei Herrn Putin“, sagte Stegner dem „Tagesspiegel“. Der Altbundeskanzler gehöre zu den wenigen Menschen, die Zugang zu Putin hätten. „Da fallen mir sonst wenige ein“, so der SPD-Politiker weiter.
Diesen Zugang müsse man nutzen. Schröder sei gegen den Krieg. Er werde „Putin bestimmt nicht ermuntert haben: `Mach weiter mit dem Krieg`“, sagte Stegner. Man müsse in Russland mit denen reden, die da seien. „Schröder kann Türen zu Putin öffnen“, so der SPD-Außenpolitiker weiter. Wenn Schröders Besuch „dem Frieden nur einen Millimeter“ gedient habe, „war dieser Besuch ein Erfolg.“
dts Nachrichtenagentur
Foto: Ralf Stegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur