ADAC warnt: EU-Gesetz zieht ältere PKW aus dem Verkehr

Die EU erlässt beinahe kontinuierlich neue Gesetze und Direktiven, die von den Mitgliedsländern innerhalb eines bestimmten Zeitraums gesetzlich eingebunden werden müssen. Oft machen sich die Auswirkungen der neuen Gesetze erst mit monate- oder jahrelanger Verspätung in der europäischen Bevölkerung bemerkbar. Jetzt warnt der ADAC eindringlich vor einer solchen EU-Direktive, die zumeist Fahrzeuge betrifft, die älter als zehn Jahre sind.

Um die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, wurde im Jahre 2017 ein Gesetz implementiert, das den Gebrauch des Kältemittels R134a für Pkw nicht mehr zulässt. Die wenigsten haben diesen Namen gehört oder wissen, wofür das Mittel überhaupt gebraucht wird. Trotzdem könnte genau R134a dafür verantwortlich sein, dass zehntausende Kraftfahrzeuge bald nicht mehr fahrtauglich sind. Das Mittel betreibt nämlich die Klimaanlage älterer Wagen und wurde bisher nicht durch eine umweltfreundlichere Variante ersetzt. 

ADAC warnt vor Kältemittelknappheit 

Beinahe zehn Jahre nach dem Verbot laufen jetzt die Vorräte an R134a aus, ohne dass eine Chance besteht, dass Nachschub zu erwarten ist. Fahrzeuge ab Baujahr 2017 haben eine neue Variante von Kältemittel, das sich nicht für den Gebrauch in den älteren Pkws eignet. Vor dem Gebrauch von billigen Alternativen, die online erhältlich sind, warnt der ADAC jetzt besonders stark. Diese werden in der Regel als Produkte auf Propan- oder Butanbasis unter Bezeichnungen wie R12 oder HC-12a verkauft, könnten sich aber tödlich für Kraftfahrzeuge, und deren Insassen, erweisen. Im Falle eines Unfalls oder selbst beim Herumschrauben im Motorraum kann das leicht entflammbare, und in Deutschland normalerweise nicht zugelassene, Material in Brand geraten. Als einzige Lösung für diejenigen, die ihren Wagen trotz der Kältemittelknappheit weiterhin nutzen wollen, sieht der ADAC den Austausch der gesamten Klimaanlage der betroffenen Fahrzeuge. 

Hohe Kosten 

Laut dem Kfz-Internetportal Autodoc kommen beim Austausch oder der Nachrüstung einer Klimaanlage zurzeit, abhängig vom Modell, zwischen 1500 und 5000 Euro auf Kfz-Besitzer zu. Wer glaubt, ohne die Nachrüstung zurechtzukommen und ohne Klimaanlage zu fahren, wird vom ADAC eines Besseren belehrt. „Eine funktionierende Klimaanlage erhöht nicht nur den Komfort, sondern unterstützt auch die Verkehrssicherheit, etwa durch die schnelle Entfeuchtung beschlagener Scheiben“, schreibt der Automobilklub auf seiner Website. Autofahrer mit älteren Fahrzeugen werden deshalb aufgefordert, ihre Klimaanlagen regelmäßig von einer Kfz-Werkstatt durchleuchten zu lassen, um Lecks zu entdecken, bevor die Kältemittelflüssigkeit verloren geht. Zudem hat der ADAC jetzt von der EU gefordert, mögliche umweltfreundliche Alternativen zu R134a auf dem europäischen Markt zuzulassen, um Verbrauchern die hohen Kosten im Zusammenhang mit einer Nachrüstung zu ersparen. 

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  • Panik und heiße Luft! Was für Gesetze gesetzliche Vorgaben müssen geändert werden? Und dann die Autoindustrie welche Austauschmöglichkeiten gibt es? Nicht so heiß essen wie gekocht wird ,erst einmal in meiner Vertragswerkstatt nach Austauschmöglichkeiten fragen ,denn die Autoindustrie hat schon Alternativen bereitgestellt. Solange der TÜV und ASU nach Herstellervorgabe vergeben werden wird auch die EU mit Panik nichts ändern.

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Alexander Grünstedt