

Mit dem Einzug von AfD-Abgeordneten in den Bundestag und diverse Landtage hat sich auch das Bild der Deutschen grundlegend verändert, wie sich Politiker in der Öffentlichkeit verhalten sollen. Prügeleien wie zuletzt im Bundestagsgebäude, unflätige Beschimpfungen vor laufender Kamera und skandalöse kriminelle Hintergründe, darunter sogar Verurteilungen wegen Mordes und schwerer Körperverletzung, gehören jetzt zu dem, was deutsche Wähler von Politikern erwarten können.
Laut Recherchen unabhängiger Organisationen haben zurzeit 14 AfD-Politiker mit Mandaten eine schwerwiegende Tat begangen und sind dafür verurteilt worden. Gegen mehr als 30 wird immer noch ermittelt. Hinzu kommen unangenehme Begebenheiten, die zwar nicht vor Gericht enden, aber dennoch Besorgnis über die politische Landschaft in Deutschland erregen. Gerade kam es wieder zu einem Zwischenfall, bei dem ein AfD-Spitzenpolitiker aus den falschen Gründen ins Rampenlicht geraten ist.
Sicherheitsrisiko für Fluggesellschaft
Der Vorfall ereignete sich auf dem Flughafen in Münster/Osnabrück im Oktober, von wo aus der AfD-Bundestagsabgeordnete Marcel Queckemeyer seinen Flug nach Palma de Mallorca antreten wollte. Jedoch konnte er sich nicht verkneifen, einen türkischen Mitarbeiter des irischen Billigfliegers Ryanair verbal anzugreifen, wonach ihm die Fluggesellschaft den Zutritt zum Flugzeug untersagte. In einer Meldung von Ryanair heißt es: „Diesem Passagier wurde aufgrund seines störenden Verhaltens vom Gate-Mitarbeiter am Flughafen Münster zu Recht die Beförderung auf diesem Flug von Münster nach Palma de Mallorca verweigert“. Dabei verwies Ryanair auf die betriebseigene strikte Null-Toleranz-Politik bei Übergriffen auf das Personal und auf das Recht von Fluggesellschaften, gewisse Passagiere aus Sicherheitsgründen von der Beförderung auszuschließen.
Kritik an Ryanair
Queckenmeyer ist seit 2019 Mitglied der AfD und zog nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr über die niedersächsische Landesliste in den Bundestag ein. Laut Augenzeugenberichten kam es zu dem Vorfall auf dem Flugplatz, nachdem er sich in den Streit über ein Gepäckstück zwischen einem Mitpassagier und einem Mitglied des Bodenpersonals von Ryanair eingemischt hatte. Dabei soll Queckenmeyer den türkischstämmigen Ryanair-Angestellten mit den folgenden Worten beschimpft haben: „Im Leben nichts geschissen kriegen und dann hier am Flughafen arbeiten!“ In einer offiziellen Stellungnahme der AfD in Niedersachsen werden die Wortwahl Queckenmeyers und der Zusammenhang bestritten. Der Abgeordnete habe lediglich die Gepäckbestimmungen des Billigfliegers kritisiert und keinesfalls den Mitarbeiter beleidigt.
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Unsere blauen Saubermänner!
Die Fratzen sind noch im blauen Filz versteckt, kommen aber immer deutlicher zu Tage.
Einfach nur widerwärtig!