

Die aktuell tobenden Kriege fordern ihren Tribut: Das Benzin geht aus! In den ersten Regionen kämpfen Kunden an Tankstellen schon um die letzten Tropfen. Betroffen sind auch Metropolen wie Moskau und St. Petersburg.
Seit Monaten greift die Ukraine gezielt russische Raffinerien, Öldepots und Treibstofflager an, langsam stellen sich die Erfolge ein. Denn immer öfter sitzen Autofahrer an Tankstellen auf dem Trockenen. „Wir können die Landwirtschaft bald dichtmachen“, schlägt die Agrarindustrie Alarm.
Viele Gebiete betroffen
Sogar in Großstädten wie Moskau und St. Petersburg gibt es kein Benzin mehr. Ebenso betroffen wie die zentralrussischen Oblasten Rjasan und Orjol und Pskow ist Nowgorod im Nordwesten des Landes. Einschränkungen gibt es auch schon in Karelien an der finnischen Grenze und Murmansk am Polarkreis sowie den russischen Grenzregionen Kursk, Belgorod und Woronesch. Klagen kommen auch aus Krasnojarsk und Tomsk in Sibirien sowie Kamtschatka im Fernen Osten.
Massive Lieferschwierigkeiten
Es handelt sich nicht um kleinere Engpässe, sondern massive Lieferschwierigkeiten von Benzin und Diesel. Nun droht sogar die Landwirtschaft dichtzumachen, da die ukrainischen Streitkräfte seit Monaten Knotenpunkte der russischen Ölindustrie angreifen. Allein im Mai gelang es, acht der zehn größten Raffinerien zu beschädigen.
Tumulte an Tankstellen
Ein Drittel bis die Hälfte der russischen Bevölkerung dürfte bereits von Rationierungen betroffen sein. In den staatlichen russischen Nachrichten wird das aber nicht thematisiert. Es kommt zu Tumulten an Tankstellen. Dort, wo Kraftstoff noch verfügbar war, begrenzte man den Verkauf auf wenige Liter pro Kunde.
An der Krim wurde indes im Mai ein spezielles Coupon- oder Voucher-System eingeführt: kein Coupon, kein Kraftstoff. Mit dem Coupon gab es lediglich 20 Liter. Doch nach nur kurzer Zeit gab man das System wieder auf. Die Kraftstoffkrise wirkt sich bereits auf den Tourismus aus. Vor allem die Krim ist im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel bei Einheimischen. In diesem Jahr sollen jedoch Schätzungen zufolge drei bis vier Millionen Touristen wegbleiben.
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Wo sind die Kopfgeldjäger ????