EU-Gesetz verbietet Haushaltschemikalien

Sie sind krebserregend, verseuchen das Grundwasser, verursachen Kinderlosigkeit und lassen sich selbst nach Jahrhunderten in der Natur nicht zerstören. Dennoch befinden sich unzählige Gegenstände mit den gefährlichen Chemikalien in allen Haushalten weltweit und Milliarden Menschen kommen tagtäglich mit ihnen in Berührung. Dennoch sträuben sich viele Länder, darunter auch die Koalitionsregierung in Deutschland, ein Verbot gegen die chemischen Partikel PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) zu erlassen, weil die heimische Industrie vom Verkauf der Produkte abhängig ist. Jetzt hat die EU ein Machtwort gesprochen und ab dem 10. Oktober sind Gegenstände, die einen gewissen PFAS-Wert überschreiten, grundsätzlich verboten. Betroffen sind neben Küchenutensilien auch Regenjacken, Pizzakartons und Kosmetikprodukte. 

Lebensgefährlich, aber erlaubt 

PFAS ist auch als Ewigkeitschemikalie bekannt, weil sich die winzigen Teilchen nicht nur in der Natur, sondern auch im menschlichen Körper festsetzen, wo sie Unfruchtbarkeit und Krebs verursachen. Dennoch werden die gefährlichen in einer Reihe von Produkten in den verschiedensten Sparten genutzt. PFAS-Chemikalien sorgen dafür, dass unser Regenzeug wasserdicht bleibt, die Hautcreme geschmeidig ist und Küchenutensilien wie Bratpfannen länger halten. Außerdem können sie in einer Reihe von Verpackungsmaterialien gefunden werden, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen, darunter Pizzakartons und Pappbecher. Das Verbot der EU für PFAS-Chemikalien umfasst aber nur einen Teil von PFAS-Produkten, weil mehrere Regierungen in den Mitgliedsländern, darunter die deutsche, sich kräftig gegen ein Universalverbot gewehrt haben.  

Warten auf den Ersatz 

Laut den Koalitionsparteien würde ein Totalverbot von PFAS-Chemikalien die deutsche Industrie und ironischerweise auch das Gesundheitswesen ins Chaos stürzen. Bisher konnten nämlich in vielen Sparten, darunter die Herstellung von medizinischen Geräten und Teile für industrielle Anlagen, keine Ersatzstoffe für die gefährlichen Chemikalien gefunden werden. Deshalb gilt das Verbot für PFAS, das am 10. Oktober gültig wird, ausschließlich für die Anwendung in Textilien und für die Herstellung von Verpackungsmaterialien und Küchengeräten, die in Kontakt mit Nahrungsmitteln kommen. Die EU hat sich dazu bereiterklärt, noch ein paar Jahre mit einem Totalverbot zu warten, bis der Chemiesektor Alternativen zu den PFAS-Teilchen gefunden hat. 

Kommentare anzeigen

  • Die brauchen etwas das schneller Tötet, also Leute lasst euch mit der mRNA Gülle versiffen.

  • Oh man wie bekloppt seid ihr eigentlich. Habt ihr immer noch nichts daraus gelernt diese Panikmacherei . Denkt ihr wirklich wir Ossis sind so bekloppt und fallen darauf rein ?

  • Das ist sehr empfehlenswert aber durchsetzen und gegen die Industrie sich stellen ? Wer diktiert den Weg wo es lang geht die Industrie und Lobbyisten)? Wann geht man gegen die Waschmittel vor, die den gleichen Reinigungseffekt bei 35 Grad haben sollen, wie in der Vergangenheit bei 95Grad Waschtemperatur? Nur die CHEMIE macht das möglich. Warum müssen für jeden Scheiß chemische Putzmittel eingesetzt werden ,auch die Alternativen Wasch und Putzmittel (biologisch Abbaubar) haben eine hervorragende Wirkung.

  • Die EU vergiftet unsere Luft, aber andere Artikel verbieten sie, da läuft doch gewaltig was schief.

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Alexander Grünstedt