Gesundheitsbehörde empfiehlt Masken auch für Geimpfte

Eine Notwendigkeit zum Tragen eine Maske im Falle der vollständigen Impfung gegen das Coronavirus hält die amerikanische Gesundheitsbehörde seit dem Mai für nicht mehr gegeben. Lediglich Empfehlungen werden noch ausgesprochen, doch nehmen die Experten diese Aussage nun aber zurück. Grund ist die immer schnellere Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC rückt derzeit von ihrer eigenen Empfehlung ab, dass Tragen einer Maske als nicht mehr notwendig anzusehen, sofern man geimpft ist. Denn im Moment grassiert im Land die Delta-Variante des Virus, die als hochansteckend gilt. In Gebieten, in denen es zu einer starken Zunahme der Fälle gekommen ist, sollten auch Menschen mit einem vollständigen Impfschutz im öffentlichen Raum wieder ihre Atemwege bedecken. Dringend geboten sei dies auch in den Schulen der betroffenen Regionen, so die Behörde in ihrer Empfehlung.

Diese neuen Richtlinien sollten unbedingt beachtet werden, sagte auch Präsident Joe Biden. „Mehr Impfungen und das Tragen von Masken in den von der Delta-Variante am stärksten betroffenen Gebieten werden es uns ermöglichen, die Art von Lockdowns, Schließungen, Schulschließungen und Störungen zu vermeiden, mit denen wir im Jahr 2020 konfrontiert waren.“ Diese Maßnahmen werden in den Vereinigten Staaten nicht mehr wiederkehren.

Bundesstaaten entscheiden selbst

Die CDC als oberste Gesundheitsbehörde im Land hatte es seit dem Mai als nicht mehr notwendig angesehen, dass Personen mit einem vollständigen Impfschutz noch eine Maske tragen müssten. Doch hat die Institution lediglich die Möglichkeit, Empfehlungen abzugeben. Die einzelnen Bundesstaaten sind am Ende für die Entscheidung und deren Umsetzung zuständig.

Zur Änderung der Einschätzung seitens der Gesundheitsbehörde kam es, da nun umfassendere Daten vorlägen, die eine hohe Wahrscheinlichkeit der Weitergabe des Virus auch durch Geimpfte widerspiegeln. Allerdings betonte die Direktorin der CDC, Rochelle Walensky, „dass wir glauben, dass die überwiegende Mehrheit der Übertragung bei ungeimpften Personen und durch ungeimpfte Personen erfolgt (…)“.

Insbesondere in Staaten, die sich im Süden der USA befinden, sind die Fallzahlen in den letzten Wochen wieder stark gestiegen. Dies betrifft vor allen Florida, Missouri oder Arkansas. Die Impfquote ist hier extrem niedrig. Vollständig geimpft sind derzeit rund 163 Millionen Bewohner des gesamten Landes, was eine Quote von rund 50 Prozent entspricht. Vorgesehen war von der Regierung aber ein wesentlich höherer Wert. Derzeit verweilen die täglichen Todesfälle auf einem relativ geringen Niveau von rund 300. Bei mehr als 3.000 pro Tag lag dieser Wert noch im Dezember und Januar.

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