

Es ist so selbstverständlich, dass den meisten von uns gar nicht bewusst ist, wie viel davon wir essen. Doch schon bald könnten Verbraucher aufgrund schwerwiegender Engpässe im Supermarkt mit leeren Regalen oder überteuerten Produkten konfrontiert sein.
Eine neue Studie hat eine düstere Prognose abgegeben: Eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt droht ernsthaft knapp zu werden. Und das ist noch nicht alles: Deutschlands Landwirte schlagen derzeit dringend Alarm.
Grundnahrungsmittel durch Klimawandel bedroht
Die brutale Hitze schadet nicht nur Menschen und Tieren: Laut Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) sowie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) richten die extremen Temperaturen in den Reisanbaugebieten der Welt großen Schaden an – und die Lage ist weitaus schlimmer, als bisherige Einschätzungen vermuten ließen.
„Wenn wir im Sommer in den Wetterbericht schauen, um uns auf Hitze einzustellen, interessiert uns vor allem die Tageshöchsttemperatur, nicht der Tagesdurchschnitt.“ Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,4 Grad ist keine gute Nachricht, doch laut den Forschern sind es die lokalen Hitzeextreme, die immense Schäden an den Ernten verursachen. Hinzu kommt Wassermangel, wenn der Regen ausbleibt. Besonders betroffen sind die großen Reisanbaugebiete in Süd- und Südostasien.
Während die Deutschen pro Kopf und Jahr relativ bescheidene 6 kg Reis verzehren, liegt der weltweite Durchschnittsverbrauch pro Person bei rund 58 kg. Für viele Menschen ist Reis eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt. Aus diesem Grund rufen die Forscher zu sofortigem Handeln auf: Es werden dringend hitzetolerantere Pflanzensorten benötigt, und es muss auf den Zeitpunkt des Anbaus, die Bodenqualität und die Wasserverfügbarkeit geachtet werden.
Deutsche Landwirte schlagen Alarm
Auch Deutschland sind in diesem Jahr extreme Temperaturen und Dürre nicht erspart geblieben. Donau und Rhein führen so wenig Wasser wie nie zuvor, und der dringend benötigte Regen lässt weiterhin auf sich warten. Für viele deutsche Landwirte hat sich dieser Sommer in einen Albtraum verwandelt – die kommenden Monate werden mit Sorge erwartet.
Wie das Handelsblatt schreibt, wird aufgrund der anhaltenden Dürre und Hitze für die diesjährige Getreideernte ein unterdurchschnittliches Ergebnis erwartet. Gleichzeitig sind die Kosten für Transport und Düngemittel in die Höhe geschossen. Kein Wunder, dass die Betriebe massiv Alarm schlagen,
Auch Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln – die spätreifen Kulturen – dürften betroffen sein. Die Zuckerrübenernten könnten um bis zu ein Drittel zurückgehen. Zudem ist in vielen Regionen die Grünlandproduktion stark beeinträchtigt, sodass die Verfügbarkeit von Tierfutter knapper werden wird.
In anderen Teilen Europas ist die Lage ähnlich: Getreide, Oliven, Weintrauben, Obst und Gemüse sowie Mais und Sommerkulturen leiden unter den extremen Bedingungen. Bei Olivenöl warnen die Erzeuger bereits vor Preissteigerungen aufgrund der geringeren Ernte.