Modernisierung bei Lidl – das erwartet die Einkäufer jetzt

Lidl erprobt eine umfangreiche Änderung in seinen Filialen. An ausgewählten Test-Standorten müssen Kunden mit einem neuen Bezahlvorgang rechnen. Mitmachen kann jedoch nur, wer ein Smartphone und die richtige App hat.

Mit der Pandemie scheint sich das Einkaufsverhalten der Menschen komplett zu verändern. Darauf reagiert auch Lidl und führt eine neue, kontaktlose Bezahlmethode ein: „Lidl Pay“. In Spanien und Polen ist der digitale Zahlungsvorgang bereits zur Normalität geworden. In Deutschland hat nun ein Testlauf begonnen.

Der Bezahlvorgang bei Lidl Pay wird über die gleichnamige App abgewickelt. Wer sie auf dem Smartphone eingerichtet hat, muss an der Kasse nur einen QR-Code einscannen und schon wird das Geld automatisch per SEPA-Lastschriftverfahren abgebucht.

Dazu muss die App vorher eingerichtet werden. Das heißt, der Kunde gibt Namen, Adresse und Bankdaten einmalig ein und schon funktioniert das Smartphone samt App als Zahlungsmedium an der Lidl-Kasse. Der Bezahlvorgang soll so sehr schnell, unkompliziert und vor allem völlig kontaktfrei ablaufen.

Da Lidl Pay per Lastschriftverfahren läuft, wird vorab eine Bonitäts- und Risikoprüfung durchgeführt. Außerdem ist der Bezahlbetrag für Neukunden limitiert. Beim ersten Bezahlvorgang können bis zu 50 Euro beglichen werden. Mit jedem weiteren Einkauf und erfolgreichem Lastschrifteinzug wird das Limit erhöht. Dies ist eine Besonderheit auf dem deutschen Markt. In Polen und Spanien wird für Lidl Pay einfach die Kreditkarte hinterlegt. Dabei läuft der Bezahlvorgang in Echtzeit und der Kunde kann entsprechend seines Kreditkartenlimits einkaufen.

Nach einer aktuellen Studie der KPMG liegen bargeldloses Bezahlen und Schnelligkeit an der Kasse voll im Trend. Dennoch erwarten vier von fünf Kunden, dass die Möglichkeit mit Bargeld zu bezahlen, weiterhin erhalten bleibt. SB-Kassen, mobile Scan- und Zahlverfahren werden in jüngster Zeit immer häufiger erprobt und von den Kunden auch sehr gut angenommen. Laut KPMG-Studie „Auf dem Weg zum super Markt“ zeigen Kunden eine große Aufgeschlossenheit gegenüber völlig neuen Konzepten wie smarten Einkaufswägen mit integrierten Scannern, tragbaren Scangeräten oder das Scannen mit dem eigenen Smartphone. Das Einzige was Kunden laut Umfragen irritiert, sei ein Ladengeschäft völlig ohne Kasse. Die automatische Abbuchung bei Verlassen des Geschäfts weckt wenig Vertrauen, auch wenn dies vermutlich die schnellste und kontaktärmste Zahlungsform wäre. Fazit: Der Checkout am Ende des Einkaufs ist den Kunden wichtig. Die Art und Weise des Bezahlvorgangs hingegen ist für futuristische Lösungen offen.