MRTs zeigen Langzeitschäden an den Lungen von Kindern

Die Infektion mit Covid-19 scheint bei Kindern und Jugendlichen dramatische Langzeitfolgen zu haben. In der Niederfeldmagnetresonanzto¬mo¬grafie war in einer Studie, die in Radiology veröffentlicht wurde, ganz klar zu erkennen, dass die Sauerstoffaufnahme in den Lungen der Kinder auch über das Ende der akuten Erkrankungsphase hinaus beeinträchtigt war.

Es ist bekannt, dass viele Menschen nach einer Corona-Erkrankung an bislang unerklärlicher Abgeschlagenheit und Müdigkeit leiden. Bislang war das alles nicht richtig zu erklären – schnell war man mit dem Krankheitsbild „Long Covid“ diagnostiziert. Doch tatsächlich kann es sein, dass eben jene Symptome in der geringeren Sauerstoffaufnahme begründet sind.

Die MRTs, die zu diesen Diagnostiken genutzt wurden, verwenden ein geringeres Magnetfeld als herkömmliche MRTs. Für den globalen Lungenfunktionstest reicht das aber unbedingt aus. Außerdem können die Patienten bei der Untersuchung frei atmen, was vor allem bei Kindern enorm wichtig ist, damit sie die ganze Prozedur vor Angst und Unwohlsein nicht torpedieren und am Ende kein Ergebnis zu verzeichnen ist.


Besagte Untersuchungen der Lungen wurden am Universitätsklinikum Erlangen zwischen August und Dezember des vergangenen Jahres 2021 durchgeführt. Insgesamt wurden 54 Kinder und Jugendliche untersucht. Das Durchschnittsalter lag bei 12 Jahren. 29 kleine Patienten hatten sich von Covid bereits wieder erholt, die anderen 25 klagten auch mehr als 12 Wochen nach der eigentlichen Infektion noch über Symptome wie Kurzatmigkeit. Alle Kinder hatten leider eine verminderte Sauerstoffaufnahme, die zu den zahlreichen Begleitsymptomen führen könnte.

Die Erlanger Kinderärzte wollen jetzt in einer Folgestudie untersuchen, ob sich die Lungenfunktion mit der Zeit verbessert, was bei Kindern und Jugendlichen eher zu erwarten ist als bei Erwachsenen. Erkenntnisse hierzu sind aber noch nicht publiziert worden.

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