RKI warnt vor neuen Hochinzidenzgebieten

Der Robert-Koch-Institut warnt einhellig mit der Bundesregierung vor neuen Hochinzidenzgebieten. In diesen Regionen ist das Ansteckungsrisiko mit Corona besonders hoch! Betroffen sind jetzt unter anderem Kroatien und die Türkei. Das hat besonders für Urlauber Konsequenzen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet vier neue Hochinzidenzgebiete, also Gebiete, die wegen besonders hoher Inzidenzen als Hochrisikogebiet für die Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 gelten. Die verschärfte Warnung gilt nun für Armenien, Kroatien, die Türkei und die Ukraine – jeweils für das ganze Staatsgebiet.

Für diejenigen, die ihren Urlaub zum Beispiel in der Türkei oder Kroatien geplant hatten oder sich bereits dort befinden, gelten damit verschärfte Rückreiseregeln. Da für alle Flugreisenden sowieso eine Testpflicht besteht, macht sich dies jedoch nur für Reisende auf dem Landweg bemerkbar. Diese müssen sich nach Durchreise oder Aufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet auf Corona testen lassen, bevor sie die deutsche Grenze überqueren.

Die Türkei hat vor rund einem Monat umfangreiche Lockerungen eingeführt. Seither schießen die Infektionszahlen in die Höhe. Inzwischen hat die Regierung in Ankara wieder verschärfte Regeln eingeführt. In bestimmten Regionen besteht nun unter anderem einen komplette Ausgangssperre am Wochenende. Zum bald beginnenden Fastenmonat Ramadan sollen außerdem Cafés und Restaurants schließen. Diese dürfen dann nur noch als Lieferbetrieb fungieren. Noch ist die Gastronomie geöffnet.

Die offiziellen Fallzahlen in der Türkei sind aktuell so hoch wie nie. Besonders kritisch ist die Situation in der Millionenmetropole Istanbul. Dort wurden zuletzt mehr als 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gemeldet.

Kroatien ist ebenfalls in der dritten Welle und befindet sich mit seinen Fallzahlen auf dem selben Niveau wie Ende Oktober 2020.

Gesunken sind die Inzidenzen dafür im gesamten Land Lettland, Malta und in der Slowakei. Diese Länder waren zuvor Hochinzidenzgebiete und gelten ab heute „nur“ noch als Risikogebiet.

Neue Risikogebiete sind die finnische Region Kymenlaakso und die autonome Gemeinschaft Extremadura in Spanien. Nicht mehr als Risikogebiet gilt die Region Kanta-Häme in Finnland sowie das ganze Land Israel.

Seit dem 2. März sind keine neuen Virusvariantengebiete gemäß Einstufung des RKI hinzugekommen. Weiterhin als besonderes Risikogebiet mit gefährlichen Mutationen von Sars-CoV-2 gelten das Département Moselle in Frankreich sowie Botsuana, Brasilien, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Südafrika.