

Wer in Deutschland plant, in den Urlaub ins Ausland zu fahren, sieht sich zumeist die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts an. Diese werden täglich aktualisiert, um unvorhergesehene Vorfälle wie geopolitische Umstürze, Naturkatastrophen oder andere gefährliche Veränderungen in allen Ländern der Welt festzuhalten. Umgekehrt sehen Reisende aus dem Ausland sich genau die Reisewarnungen an, die für Deutschland herausgegeben werden. In den USA wurden gerade die Reisewarnungen für Europa aktualisiert, und Deutschland kommt dabei nicht gut heraus.
Österreich ja, Deutschland nein
Laut den Angaben des amerikanischen Außenministeriums gehört Deutschland zu den gefährlichen Ländern in Europa. Als Grund wird die hohe Terrorgefahr angegeben, die sich anscheinend über das ganze Land erstreckt. „Terroristische Gruppen und Einzeltäter stellen in Deutschland und Europa nach wie vor eine ständige Bedrohung dar und greifen Menschen an öffentlichen Orten mit Messern, Handfeuerwaffen, einfachen Sprengsätzen und Fahrzeugen an. Solche Anschläge können ohne oder mit nur geringer Vorwarnung erfolgen und richten sich gegen touristische Orte, Verkehrsknotenpunkte (Flughäfen, Bahnhöfe oder Busbahnhöfe), Märkte und Einkaufszentren, kommunale Einrichtungen, Hotels, Clubs und Restaurants, Gotteshäuser und Bildungseinrichtungen, Parks, große Sport- und Kulturveranstaltungen und Schulen“, heißt es in der Meldung an amerikanische Touristen. Gleichzeitig sind die deutschen Nachbarländer Schweiz, Österreich und Polen von der Reisewarnung ausgeschlossen, weil man sich dort angeblich in Sicherheit wiegen kann.
Schlimmer als afrikanische Staaten
Bemerkenswert ist auch, dass das US-Ministerium Staaten auf die sichere Liste setzt, die das deutsche Auswärtige Amt mit einigen gravierenden Reisewarnungen belegt. Dazu gehören der Senegal (Regierungsumsturz im Mai 2026), San Salvador (Ausnahmezustand seit 2022) und Sambia (angespannte innenpolitische Lage mit heftigen Zusammenstößen). Neben Deutschland wurde auch für das benachbarte Frankreich die Reisewarnung erhöht. Dort bemängelt man allerdings zuallererst die hohe Anzahl von Taschendieben und Handyklaus, bevor man auch hier auf die Gefahr terroristischer Aktivitäten hinweist. Am schlimmsten treffen die US-Reisewarnungen jedoch die spanische Enklave Ceuta, die das gleiche Sicherheitsrisiko wie Krisengebiete erhält: „Der massive und unkontrollierte Zustrom von Migranten aus Marokko nach Ceuta könnte zu unvorhersehbaren und gefährlichen Sicherheitslagen führen. Angesichts dieser ernsten Lage hat Spanien das spanische Militär, die spanische Nationalpolizei und die Guardia Civil eingesetzt. US-Bürger sollten angesichts der Risiken für ihre Sicherheit eine Reise in dieses Gebiet überdenken.“