So grausam fällt die militärische Rache der USA aus

US-Präsident Trump zeigt derzeit eindrucksvoll, warum man sich mit den USA lieber nicht anlegen sollte. Ein gewaltiger Rachefeldzug gegen den Iran wird von ihm als „Selbstverteidigung“ betitelt.

Der Iran hat einen US-Hubschrauber abschießen lassen. Zunächst hatte Trump dem Wall Street Journal gesagt, dass der Vorfall „keine große Sache“ gewesen sei. „Dem Piloten geht es gut“, betonte er. Und obwohl dieser dabei nicht zu Schaden gekommen ist, sucht Präsident Donald Trump nun scheinbar doch Rache.

„Reaktion sollte sehr stark sein!“
„Sie haben einen Hubschrauber abgeschossen, und wir reagieren gerade, während wir sprechen“, sagte er zum TV-Sender, „ABC News“. Und weiter: „Das ist eine Reaktion auf das, was sie gestern Nacht mit unserem Hubschrauber gemacht haben, und ich glaube, die Reaktion sollte sehr stark, sehr mächtig sein, und genau das ist diese hier.“

Zwei US-Angriffswellen
Die USA griffen mit Präzisionsmunition aus der Luft an und nahmen dabei iranische Luftabwehrsysteme, Bodenkontrollstationen sowie Radaranlagen ins Visier. In der Folge wurden Explosionen in der Straße von Hormus, dem Hafengebiet der Stadt Sirik, auf der Insel Qeshm und in der Hafenstadt Jask gemeldet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete über mindestens zwei US-Angriffswellen. Um 2.56 Uhr deutscher Zeit wurde vonseiten des US-Regionalkommandos das Ende der Angriffe verkündet.

In Bahrain waren laut Innenministerium Luftalarm ausgelöst und Warnsirenen aktiviert worden. „Als Reaktion auf diesen bösartigen Schritt des Feindes führten die Marineeinheiten der Revolutionsgarden einen Drohnenangriff auf die in Bahrain stationierte Fünfte US-Flotte aus“, verkündeten die Mullah-Schergen. Die Revolutionsgarden gaben außerdem bekannt, dass Raketen auf die US-Militärstützpunkte Muwaffak Salti in Jordanien und Ali al-Salem in al-Jahra in Kuwait abgefeuert worden seien. Diese Angriffe seien laut Reuters jedoch zum Großteil abgefangen worden.

Waffenruhe gebrochen
Die jüngsten Angriffe zählen zu den schwersten militärischen Auseinandersetzungen seit der im April von beiden Seiten vereinbarten Waffenruhe. Der Krieg hatte Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf iranische Ziele begonnen. 

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Martin Beier