

Kaum zu glauben, was eine Maß beim diesjährigen Oktoberfest kosten wird: Der Preissturz auf 15,50 Euro von 15,80 Euro im Vorjahr wird in der Münchner Stubn, einem mittelgroßen Zelt, stattfinden. Betreiber Alexander Egger trifft damit als einziger die unkonventionelle Entscheidung, weniger zu verlangen.
Ab dem 19. September wird in München wieder das traditionelle Oktoberfest abgehalten. Es ist kein Geheimnis, dass Besucher dafür tief in die Geldtasche greifen müssen. Außerdem steigen die Preise jedes Jahr an. Da kommt es eher überraschend, dass die Maß, also der Liter Bier, in diesem Jahr in einem Zelt sogar günstiger wird.
Preissturz in einem Zelt
Alexander Egger ist der Mann, der auf 15,50 Euro heruntergeht. Damit befindet er sich aber ohnehin eher an der oberen Grenze, da die diesjährige Preisspanne in den Zelten zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro liegt. Somit ist das beliebteste Wiesn-Getränk zwar noch knapp unter der 16-Euro-Marke zu haben, Schnäppchen wird der Wiesn-Besuch dadurch aber keiner.
Anstieg auch bei Alkoholfreiem
Die Stadt München gab bereits bekannt, dass die Bierpreise im Durchschnitt um 2,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ansteigen werden. Doch es sind auch die alkoholfreien Getränke, für die man als Besucher tiefer in die Tasche greifen muss: Pro Liter Tafelwasser werden im Durchschnitt 11,13 Euro fällig, voriges Jahr waren es noch 10,95 Euro. Der Liter Spezi wird mit durchschnittlich 12,84 Euro statt 12,48 Euro zu Buche schlagen.
Zumindest das Leitungswasser könnte man sich sparen: Seit einigen Jahren werden auf dem Festgelände kostenlose Trinkwasserbrunnen aufgestellt. Im Vorjahr waren es zehn an der Zahl.
Unter den großen Festzelten ist die Augustiner-Festhalle in diesem Jahr das Zelt, in dem die Maß mit 14,90 Euro am günstigsten sein wird. Dennoch war sie im Vorjahr dort noch 40 Cent billiger. Am teuersten wird es im Armbrustschützen-Festzelt, der Bräurosl und dem Löwenbräu-Festzelt sein: 15,90 Euro für eine Maß Bier sind einzukalkulieren.
Druck auf die Wirte hält an
Die Wiesn-Wirte sehen die diesjährige Preiserhöhung als „moderate“ an, vor allem angesichts des anhaltenden Preisdrucks durch Corona-Krise und Ukraine-Krieg. Jetzt seien auch noch der Iran-Krieg und stark gestiegene Transportkosten dazu gekommen. Wirtesprecher Peter Inselkammer betont: „Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste.“ Der Einkauf sei immerhin um stolze 6,5 Prozent teurer geworden.
Speisen werden nicht teurer
Im Volkssängerzelt (Oide Wiesn) und im Wirtshaus im Schichtl bleiben die Preise gleich und kosten somit auch in diesem Jahr 14,90 Euro. In Bezug auf die Speisen soll es ebenfalls nicht teurer werden. „Hier bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorjahres, und das, obwohl die Kosten für Security, Auf- und Abbau und das eigene Personal gestiegen sind“, so Wirtesprecher Christian Schottenhamel.
Sechs Millionen Gäste kommen
Die Wirte machen ihre Getränkepreise selbst. Die Stadt München wirft lediglich einen prüfenden Blick darauf, ob sie auch angemessen sind. Die Preise in Münchner Gaststätten werden als Vergleichswerte herangezogen. Ein Liter Bier kostet dort derzeit zwischen 7,70 und 13,40 Euro. Zwischen dem 19. September und dem 4. Oktober werden auf der Theresienwiese rund sechs Millionen Besucher erwartet.
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Fast 16 Euro. Da bekommt man ja einen ganzen Kasten