WM-Aus: Jetzt kommt es für Deutschland noch schlimmer

Nach dem Schock über das vorzeitige WM-Aus Deutschlands kommt es jetzt noch schlimmer. Eine Erkenntnis, die geradezu unfassbar ist, denn es wird nun offenbar, dass das traurige Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft weit über die Welt des Sports hinaus Wellen schlägt.

Ein Spiel gegen eine Mannschaft, die nur knapp die Gruppenphase überstanden hatte – auf dem Papier ein sicherer Sieg für die deutsche Nationalelf. Doch schon von Beginn an gab es, wie viele bemerkten, Warnsignale. Nun kann man argumentieren, dass ein unglücklicher Pfiff Deutschland ein Tor raubte, aber in Wirklichkeit spielte die Mannschaft einfach nicht so, wie erwartet. Eine schlechte Situation von Anfang bis Ende. Und dann kam Bundeskanzler Merz und machte die Sache noch schlimmer.

Hat der Bundeskanzler ein anderes Spiel gesehen?
Der unglückliche Beitrag auf dem X-Account des Bundeskanzlers nach der Niederlage Deutschlands wird noch lange in Erinnerung bleiben: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, @DFB_Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

Wie die BILD schreibt, schütteln selbst diejenigen den Kopf, die dem Kanzler normalerweise wohlgesonnen sind. Jochen Ott, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW, fragt, ob er und der Kanzler zwei verschiedene Spiele gesehen hätten. Etwas ernster betont er jedoch, dass die Erfahrung zeige, dass Erfolg eher dann folge, wenn man die Dinge ehrlich benenne und analysiere.

Große Aufregung um Social-Media-Post des Kanzlers
Und das sollte sicherlich sowohl in der Politik als auch im Sport das Erfolgsrezept sein. Diejenigen, die dem Kanzler kritischer gegenüberstehen, finden es schockierend, dass Merz versucht, die Dinge auf diese Weise zu beschönigen. Werden Katastrophen etwa so behandelt – mit Worten, die wenig mit dem zu tun haben, was tatsächlich passiert ist? Die Tatsache, dass später erklärt wurde, der Kanzler habe den Beitrag eigentlich gar nicht abgesegnet, hilft da wirklich nicht, denn dies deutet auf einen schweren Kommunikationsfehler innerhalb von Merz’ eigenem Team hin.

Ein nachfolgender Post versuchte, die Situation zu retten: „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott.“ Doch an Spott mangelte es leider nicht.

Spott lässt nicht lange auf sich warten
Wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann scharf kommentierte: „Diese Nationalmannschaft spielt, wie diese Bundesregierung regiert: viel Anspruch, wenig Entschlossenheit.“ Bei beiden fehlt es laut Strack-Zimmermann am Willen, Verantwortung zu tragen. Und die Social-Media-Beiträge des Bundeskanzlers wurden auch anderswo gelesen: Kirill Dmitriev, Putins Sonderbeauftragter für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit, der ebenfalls an den Gesprächen mit den USA über einen Friedensplan beteiligt war, teilte den Beitrag des Bundeskanzlers mit dem Kommentar: „Merz ist gut darin, immer ein Scheitern zu loben.“ Der Kreml hat einen Grund gefunden, sich über Merz lustig zu machen – gerade jetzt, wo dieser ihn zu Friedensgesprächen mit der Ukraine drängt.

Schwerwiegendere Auswirkungen befürchtet
Und letztlich kommt der unglückliche Post auf dem X-Profil des Kanzlers zu einem Zeitpunkt, an dem die Union gerade erst begonnen hatte, eine leichte Verbesserung ihrer Umfragewerte zu verzeichnen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Enttäuschung über das Scheitern der deutschen Nationalmannschaft und die Empörung über den Mangel an Einfühlungsvermögen gegenüber der Bevölkerung angesichts der unglücklich gewählten Worte nicht erneut dazu führen, dass jede positive Entwicklung zunichte gemacht wird.

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  • Schon armselig, dass ein Kanzler seine posts nicht selbst schreibt, sondern dies andere oder die ki machen lässt.
    Das zeigt deutlich, was er von diesen Land und seinem Menschen hält

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Oskar Herbert