

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will das Wissen der Bürger, insbesondere von Jüngeren, Frauen und Menschen mit geringeren Einkommen, über Geldanlage, Altersvorsorge und Finanzsystem durch eine Finanzbildungsstrategie verbessern. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf ein Hintergrundpapier zur gemeinsamen Finanzbildungsstrategie. Die Ressortabstimmung werde dazu jetzt eingeleitet, ein Kabinettsbeschluss solle folgen.
Dem Papier zufolge sind in sieben Handlungsfeldern über 30 neue Maßnahmen vorgesehen. „Dazu gehören die bereits beschlossene Frühstartrente, die gesetzliche Kapitalrente und das Altersvorsorgedepot“, heißt es in dem Papier. „Hinzu kommen weitere konkrete Maßnahmen wie beispielsweise ein Modellprojekt Finanzbildung für Beschäftigte in Unternehmen, prominente nationale Botschafterinnen und Botschafter für Finanzbildung zu benennen, Schulbesuche bei der Bundesbank zu ermöglichen, die Möglichkeiten für verstärkte Jugendbeteiligung und -konsultation in der Finanzpolitik des Bundes zu prüfen, Ratgeber speziell für ältere Menschen zu entwickeln oder die Forschung zu finanzieller und ökonomischer Bildung zu fördern.“
Das Informationsangebot auf der Website „Mitgeldundverstand“ werde ausgebaut, so das Bundesfinanzministerium in seinem Papier. „Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die geplante Task Force Finanzbildung“, hieß es weiter. „Sie soll als verbindliches Koordinierungsgremium die Zusammenarbeit zwischen den Bundesressorts, der Deutschen Bundesbank, den Ländern sowie weiteren öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren stärken.“
Nach Erkenntnissen der Industrieländerorganisation OECD sei die Finanzkompetenz in Deutschland zwar „überdurchschnittlich“, so das Papier. Gleichzeitig bestünden aber deutliche Unterschiede beim Finanzwissen und insbesondere bei der Fähigkeit, dieses Wissen im Alltag anzuwenden. „Insbesondere Menschen mit geringeren Einkommen, mit niedrigerer formaler Bildung und Frauen haben durchschnittlich geringeres Finanzwissen“, so das Finanzministerium. „Bei jüngeren Menschen zeigt sich ein weiteres Spannungsfeld: Ihr Interesse an Finanzthemen wächst, gleichzeitig fühlen sich viele von ihnen nicht ausreichend informiert.“
Man lege bei der Finanzbildungsstrategie daher besondere Aufmerksamkeit auf „Menschen mit sozioökonomischen Herausforderungen, jungen und älteren Menschen, Frauen sowie Erwerbstätigen“.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Lars Klingbeil am 09.09.2026, via dts Nachrichtenagentur
Kommentare anzeigen
Haben Wir nicht benötigt, wir sind so erzogen worden nur das Geld auszugeben was wir verdient haben. Wer wählen darf und als Erwachsener behandelt werden will, sollte soviel Verstand haben mit Geld umzugehen! Die Karte kann vom Kartenausgeber Sparkasse usw. Überziehungskredit limitiert werden. Die Plastikkarte verführt Geld auszugeben was man garnicht hat (Schulden sind heute normal). Der Klingbeil soll mal seine Versprechen einhalten und einlösen (Lügen), dann brauen DIE sich über die Erfolge der AfD nach der Wahl keinen Kopf machen.Die sitzen in den eigenen Reihen die jetzt jammern über den Erfolg der AfD warum?