Corona-Ausbruch nach Partynacht in berühmten Berliner Club

Die geltenden Regeln sind konsequent durchgesetzt worden, dennoch gab es bei der Wiedereröffnung des berühmten Berghain-Clubs in Berlin 19 Corona-Infektionen. Der Verband der Club-Betreiber in Berlin sieht darin grundsätzlich kein Problem, doch ist dies nicht der erst Vorfall in der Hauptstadt. Weitere Lockerungen sollten nun kommen.

Die Clubcommission sieht in dem Corona-Ausbruch im Berliner Techno-Club Berghain bei der Wiedereröffnung keinen Grund zur Sorge. Es sei vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Schutzsysteme funktionieren, wenn die Behörden 19 Infektionen aufspürten und 2.500 mögliche Kontaktpersonen verständigt wurden, so der Verbandssprecher Lutz Leichsenring. „Wir glauben, dass es zur Normalität gehört. Es ist ein Risiko, mit dem wir jetzt leben“.

Wichtig sei es, auf den Krankheitsverlauf zu achten, denn es sei bekannt, dass nicht jede Infektion automatisch zu einem schweren Verlauf führe. Das wäre dann eine anders zu bewertende Situation. Eine Impfung schütze noch immer am besten vor einer Infektion und es sei jedem freigestellt, sich selbst um seine Sicherheit zu kümmern. Rund zwei Wochen nach der ersten Clubnacht im Berghain waren die Infektionen bekanntgeworden. Zutritt hatten nur Personen, die entweder genesen oder geimpft waren.

In dem betreffenden Bezirk war dies nicht der erste Ausbruch. Weitere Infektionen waren auch bei anderen Veranstaltungen aufgetreten, so eine Sprecherin des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Nicht bekannt ist, um welche Veranstaltungen es sich dabei gehandelt habe. Der letzte große Ausbruch in einem Club war aus Münster in Ostwestfalen gemeldet worden. Auch dort galt die 2G-Regel, eine Maske ist dabei nicht notwendig.

Die Besucher der Techno-Events in Berlin werden nun gebeten, sich auf das Virus testen zu lassen. Sollten sie Symptome zeigen, dann muss ein PCR-Test die endgültige Bestätigung bringen. Der Club selbst hat sich bislang noch nicht zu den Vorgängen geäußert.

Die Dachorganisation der Berliner Clubszene, die Clubcommission, fordert hingegen die Einführung der 3G-Regel. Laut Leichsenring sollen so neben den Geimpften und Genesenen auch getestete Personen Zutritt zu den Clubs der Stadt. Dabei sollte größten Wert auf die Prüfung aller Gäste gelegt werden. Ein digitaler Impfausweis, der beim Zugang und Verlassen der Veranstaltungsorte gescannt werde gehöre ebenso dazu, wie die Weigerung, Personen mit Symptomen einzulassen. Mit Fördergeldern sind zudem die Lüftungsanlagen der Clubs optimiert worden.

Lange Zeit lag das Clubleben der Hauptstadt durch die Pandemie und die verhängten Lockdowns brach. Derzeit sind 70 Prozent der Clubs aber wieder in Betrieb, so Verbandschef Leichsenring.

Das könnte Sie auch interessieren:

10 Kommentare

  1. Es wiederholt sich und ebenso die Erklärungen *gähn* Auch bei Ungeimpften muss kein schwerer Verlauf auftreten und es gibt keine Evidenz darüber, dass ein Betroffener schwerer erkrankt wäre ohne Impfung…wurde nur solange erzählt, bis es jetzt als Wahrheit gilt. Alle vorher testen fände ich sinniger, die 2G mit diesem Ergebnis als Lösung anzusehen ist doch Quark…aber es geht bei den Betreibern um Existenzen, von daher verstehe ich, dass sie das glauben wollen…

    1. Warum nur begreifen das so viele Leute einfach nicht? Eine Impfung gleich welcher Art bietet keinen vollkommenen, einhundertprozentigen Schutz vor speziellen Krankheiten nach einer Infektion. Die Impfung verringert nur die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung des Wirts, bzw. des Krankheitserregerträgers. 🙄

      1. …die genaue Formulierung heißt „kann vor einem schweren Verlauf schützen“…es könnte aber auch vielleicht das Immunsystem erst recht schwächen? Chinesische Studien haben gezeigt, dass Personen mit erneuter Infektion tendenziell schwerere Verläufe haben bei der 2ten oder sogar 3ten Erkrankung. Geben Sie mir eine Garantie, dass eine „simulierte“ Erkrankung durch Impfung nicht genau das auch bewirken kann, wenn denn dann ein Impfdurchbruch stattfindet? Mir persönlich ist da zu oft der Konjunktiv im Spiel…

        1. „kann vor einem schweren Verlauf schützen“
          Ist doch prinzipiell das Gleiche, denn „kann“ bedeutet „keine Garantie“.
          Und wenn jemand nach einer Impfung nicht erkrankt, dann hatte er keine Krankheit und auch keine simulierte Krankheit, sondern er hat vielmehr ein starkes Immunsystem. 😁

          1. Ich denke Sie haben verstanden was gemeint war, es besteht eben die Möglichkeit, dass eine positive Impfreaktion eben bei einer folgenden echten Erkrankung kontraproduktiv „sein kann“.
            Eben das meine ich, das Ausblenden von Individualität bzw. die Anerkennung, dass sowohl die Infektion als auch die Impfung russisches Roulette ist, da helfen auch keine Wahrscheinlichkeiten für eine Wahrscheinlichkeit wenn man im einen oder anderen Fall die AKarte zieht und damit bleibt es auch eine individuelle Entscheidung der man mit Respekt begegnen muss, ebenfalls in die eine oder auch die andere Richtung…

          2. Dr. Britta, die Frage ist doch eher, ob Sie wie auch andere Impfkritiker alles verstehen? 😁

  2. Ein Test schützt den Nichtgeimpften nicht vor einer Infektion durch einen nichtgetesteten Geimpften. Deshalb ist die 2G-Regel oder das Testen aller Besucher die richtige Maßnahme die krankmachende Infektion zu verhindern.
    Leider hat das unsere Regierung noch nicht begriffen und läßt weiter ungehindert Ungetestete aus dem Auslandsurlaub in Risikogebieten einreisen. Die meisten Nichtgeimpften sind so vernünftig derartige Risiken weitestgehend zu vermeiden. Jedenfalls gilt das wohl für den osten der Republik.

  3. Corona ist besiegt. Es gilt nur noch 2G oder 3G, das bedeutet es wird nicht mehr getestet. Wer nicht getestet wird ist auch nicht infiziert, also auch kein Corona. Hoffen unsere Politiker kommen wieder zu Vernuft, ist aber leider unwahrscheinlich.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.