Putins Soldaten sind zum Rückzug gezwungen

Die russische Invasion fällt in sich zusammen und es gibt erneut einen entscheidenden Wendepunkt: Völlig überraschend haben ukrainische Truppen die Russen im Süden zurückgedrängt. Beobachter sprechen von einem “Zusammenbruch” der Front.

Ganz eindeutig: Die Ukrainer geben den Kampf um ihr Land nicht auf. Die Überlegenheit der Ukrainer beruht in erster Linie auf ihrer großen Überzahl – und der Erfolg kommt nur kurz nach der Befreiung der Stadt Lyman im Osten des Landes.

Meter für Meter erobern die Soldaten im Süden ihr Staatsgebiet zurück – Kriegsbeobachter vermelden Panzerverbände entlang des Flusses Dnipro ebenso wie eine gehisste Nationalflagge in der Ortschaft Solota Balka. Die Regierung der Ukraine äußerte sich bislang zwar nicht zu den Geländegewinnen, es existiert aber ein Video, das der Kiewer Berater Anton Geraschtschenko online gestellt hatte.

Nördlich von Cherson sei die russische Front bereits komplett zusammengebrochen. Für Putin eine taktische Katastrophe, da er die Region erst am Freitag annektiert hatte und jetzt womöglich auf deren Hauptstadt verzichten muss. Zwischen der Nordfront und Cherson lägen derzeit noch etwa 100 Kilometer, zur Westfront lediglich 24.

Vonseiten der Russe werden Berichten zufolge immer wieder Hilferufe abgesetzt. Besonders am Dnipro-Fluss wird die Lage für die Soldaten brenzlig, da die meisten Brücken zerstört wurden und das Gewässer stellenweise sehr breit ist.

Es handelt sich jedenfalls um den größten Durchbruch an der Südfront, den die Ukraine bisher für sich verzeichnen konnte. Wie Putin reagiert, bleibt abzuwarten. Er transportiert Videoaufnahmen zufolge möglicherweise bereits Atomwaffen durch Russland. Ob es sich dabei um einen weiteren Versuch der Einschüchterung, oder bereits ein Übungsmanöver handelt, ist noch nicht endgültig geklärt.

Innerhalb der russischen Reihen gibt es ebenfalls Ärger: Zeitsoldaten und neu Einberufene gerieten in eine Massenschlägerei auf einer Militärbasis bei Moskau. Grund sollen Konflikte um Mobiltelefone und Mahlzeiten gewesen sein. Rund 20 Zeitsoldaten mussten sich schließlich in einem Gebäude einschließen und die Polizei um Hilfe rufen. 

6 Kommentare

  1. Wenn die Ukraine und somit auch die EU Glück haben, zerfleischen sich die Russen gegenseitig. Bezeichnend ist – wenn der Bericht stimmt -,dass Zeitsoldaten die Polizei um Hilfe rufen mussten.

  2. was sind die Ukrainer doch für tapfere Männer – die Russen hingegen blamieren sich bis auf die Knochen – nicht nur, dass sie jetzt flüchten wo sie eingerufen wurden, anstatt vorher schon gegen diesen Verbrecher Putin vorzugehen – nein – jetzt bekriegen sie sich schon selbst – da scheinen die Nerven ja ganz schön blank zu liegen.

    1. Negiwadi hat sich freiwillig als Polit-Offizier gemeldet und ist z.Zt. hinter den feindlichen Linien,um sich neue Instruktionen zu holen…

  3. Was da im einzelnen wirklich vorgeht, können wir nicht beurteilen. Kriegspropaganda trägt dazu bei, dass Abläufe oft anders dargestellt werden, als sie es tatsächlich sind. Kommt eben darauf an, von welcher Seite die Propaganda kommt.
    Da wird mal ein Dorf wieder zurückerobert und schon spricht man von Gebietsgewinnen.
    Inwieweit die Russen in der Lage sein werden, die Ukraine vollständig einzunehmen, bleibt abzuwarten. Die Gegenwehr der Ukrainer scheint stellenweise zu funktionieren.
    Dieser Krieg kann noch lange dauern. Frage ist eben, wer am Ende den längeren Atem hat.
    Fatal wäre es, wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde.

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