Außengastronomie in Schleswig-Holstein wieder geöffnet

Restaurants und Cafés in Schleswig-Holstein dürfen nach monatelanger Schließung nun wieder ihre Gäste bewirten. Auch wenn das nur für den Außenbereich gilt. Gelten wird dies dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Dagegen droht der Modellversuch im Saarland bereits wieder zu scheitern.

Ein kleines Stück Normalität ist in großen Teilen von Schleswig-Holstein eingetreten. In den meisten Kreisen und Städten dürfen nach monatelanger Pause durch die Corona-Pandemie wenigstens die Terrassen von Cafés und Restaurants wieder öffnen. Bereits am Morgen hatten im Café Wichtig in Timmendorfer die ersten Frühstücksgäste Platz genommen.

Unter Heizstrahlern und in Decken gehüllt genossen sie bei einem zaghaften Sonnenschein und kalten Temperaturen den Blick auf den Außenkamin mit heißen Getränken und Brötchen. Der Geschäftsführer Jan Schumann sagte, dass die Kunden sehr vorsichtig seien und auf Abstände achten würden. Sie seien zudem sehr erleichtert über das Stück Normalität. „Das sieht man an den Gesichtern.“ Auch dem Personal gehe es so.

Die Öffnungen waren von der Landesregierung unter strengen Auflagen in der vergangenen Woche erlaubt worden. Wo die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen stabil unter 100 pro 100.000 Einwohner liege, ist diese Bewirtung möglich. Auf jeden Fall gelten die Kontaktbeschränkungen und es muss durch die Gastronomen die Kontaktnachverfolgung sichergestellt werden. Pflicht sind auch medizinische Masken, die nur am Tisch abgenommen werden dürfen.

Ein ähnliches Modellprojekt läuft seit dem vergangenen Dienstag auch im Saarland. Hier sind Schnelltests die Basis der Öffnungen. Auch Fitnessstudios und Theater dürfen neben der Außengastronomie öffnen. Ein tagesaktueller Test ist vorzulegen. So sollen den Bürgern mehr Freiheiten eingeräumt werden.

Doch ist wegen der gestiegenen Infektionszahlen bereits nach einer Woche nachgeschärft worden. Es gilt seit Montag nun eine erweiterte Testpflicht, denn an drei aufeinanderfolgenden Tagen hat die Sieben-Tage-Inzidenz bei über 100 gelegen. Nun müssen sich die Kunden auch im Einzelhandel, bei Friseuren oder in Kosmetikstudios als negativ getestet ausweisen. Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein. Lediglich Läden des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte oder Banken und medizinische Behandlungen sind davon ausgenommen.

Im bundesweit beachteten Modell ist die Ampel damit auf Gelb gesprungen. „Wenn das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle bleibt und dem Gesundheitssystem eine Überlastung droht, werden wir, ohne zu zögern auf Stufe Rot stellen und die Notbremse ziehen“, teilte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann mit. Mit der nun geplanten bundeseinheitlichen Notbremse für Landkreise ab einer Inzidenz von 100 könnte das Saarland-Modell auch schnell wieder enden.

2 Kommentare

  1. Also mir fehlen echt die Worte!!!!Ist doch logisch das die Zahlen erstmal steigen wenn geöffnet wird.Also macht diese Regelung wie alle anderen des Kasperletheaters keinen Sinn !!!!!!

  2. Das Ganze ist sowieso nicht zu verstehen.
    Einmal die Zahl 50 dann 35 von dieser Zahl hört man nichts mehr.
    Jetzt 100 mit Fragezeichen und bei Kitas 200.
    Und keiner hört auf die Mediziner und Forscher.
    Bei dieser Verfahrenswiese wird Corona uns noch weiterhin in Schach halten.

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