Forscher schlagen Alarm: Sterberisiko verdoppelt sich

Ein plötzlicher Anstieg der Sterblichkeitsrate in Deutschland hat Gesundheitsexperten vor ein Rätsel gestellt. Jetzt haben die Ergebnisse einer neuen Studie zu einer deutlichen Warnung geführt: Bürger sollten eine erneute Infektion mit Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Langsam kehrt das Leben wieder zu dem zurück, was es vor der Pandemie war. Die derzeit verbreiteten milden Varianten des Coronavirus lassen viele hoffen, dass Corona bald nur noch eine saisonale Krankheit wie eine Erkältung sein könnte.

Doch eine Infektion mit Corona kann den menschlichen Körper weitaus stärker beeinträchtigen als eine Erkältung. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Studie, die von Forschern der Washington University School of Medicine in St. Louis durchgeführt wurde: Wiederholte Corona-Infektionen erhöhen das Sterberisiko deutlich.

Die Studie untersuchte die medizinischen Daten von mehreren Millionen US-Veteranen und kam zu folgendem Ergebnis: Wer sich erneut mit Corona infiziert, verdoppelt sein Sterberisiko. Bei Wiederinfizierten war die Wahrscheinlichkeit, wegen einer erneuten Infektion im Krankenhaus zu landen, dreimal so hoch wie bei Personen, die nur einmal mit Corona infiziert waren.


Es wurde auch festgestellt, dass das Risiko von Folgeerkrankungen bei wiederholter Infektion besorgniserregend stark anstieg: Lungenprobleme waren dreieinhalbmal wahrscheinlicher, Herzkrankheiten dreimal wahrscheinlicher, Muskel- und Knochenkrankheiten sowie neurologische und psychische Störungen traten bei Personen, die sich erneut mit Corona infiziert hatten, mit 1,6-facher Wahrscheinlichkeit auf.

Die Studie ergab, dass die Gesundheitsrisiken mit jeder Infektion zunahmen. Sowohl Ungeimpfte als auch Geimpfte waren davon betroffen, unabhängig vom Impfstatus. Die Gesundheitsrisiken waren während der akuten Infektionsphase, etwa 30 Tage nach der Infektion und bis zu sechs Monate nach der Infektion am höchsten.

Der klinische Epidemiologe und Hauptautor der Studie, Ziyad Al-Aly, warnt davor, dass heutzutage zu viele Menschen die Risiken einer Infektion und Reinfektion mit Corona auf die leichte Schulter nehmen. Nach Ansicht des Forschers sollten Reinfektionen unbedingt vermieden werden.

2 Kommentare

  1. Sind wir schon ein Bundesstaat der USA, daß die Übersterblichkeit bei sinkenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland mit den Corona Mehrfachinfektionen in den USA erklärt werden können, oder war der ganze Beitrag nur ein hilfloses Bla Bla. Eine annähernde Begründung aus hiesigen Studien konnte ich nicht finden.

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