Gesundheitsminister warnt vor Inzidenz von 800

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht aktuell eine bedrohliche Entwicklung in der Pandemie. Er rechnet mit einer Inzidenz von 800, wenn wir nicht weiter an den Schutzmaßnahmen festhalten.

Für den Gesundheitsminister ist Corona noch lange nicht vorbei. Jens Spahn appelliert erneut an die Bevölkerung, dass die Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 weiter einzuhalten seien. Wenn dies nicht geschehe, rechnet er mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 800 im Oktober.

Der Auslöschung von Sars-CoV-2 stehen zwei Dinge im Wege, die fatal zusammenwirken. Auf der einen Seite gibt es einen nicht zu vernachlässigen Anteil der Bevölkerung, der sich nicht impfen lassen will oder kann. Auf der anderen Seite wollen die meisten Bürger so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren. Insbesondere, die die schon geimpft sind, zeigen Tendenzen, es mit dem Infektionsschutz nicht mehr ganz so genau zu nehmen. Wenn sich das Virus aber wieder ungehindert ausbreitet, sind all diejenigen, die nicht geimpft sind, stark gefährdet.

Spahn legte dar, dass die Inzidenzen in Deutschland bald wieder sprunghaft steigen könnten. Dies sei mathematische absehbar, wenn die Gegebenheiten so bleiben, wie heute. Denn derzeit liege der bundeweite Wert bei 11. „Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 – Inzidenz“, sagte der Gesundheitsminister.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor schon angedeutet, dass bei einer Impfquote von 50 Prozent weiterhin eine Bedrohung für das Gesundheitssystem bestehe. Spahn bestätigte diese Aussage. Derzeit sei ein Viertel der über 60-Jährigen noch nicht geimpft. „Wenn Sie die Maßzahl nehmen, können sie sagen: 200 ist das neue 50“, sagte Spahn.

Demnach entscheide das heutige Verhalten der Bürger, ob wir im Herbst wieder in eine Krise schlittern, deutete der CDU-Politiker an. Es sei jetzt wichtig, dass die Menschen weiterhin eine Maske in Innenräumen tragen und sich regelmäßig testen lassen. Und wer noch nicht geimpft ist, solle dies jetzt tun, so Spahn. „Wir entscheiden jetzt, jetzt in diesen Tagen des Julis darüber, wie September, Oktober, November werden“, so der Gesundheitsminister.

Für die wieder steigenden Zahlen trotz Impfung wird die Delta-Variante verantwortlich gemacht. Diese gilt als noch ansteckender und kann die Immunabwehr teilweise umgehen. Nach aktuellen RKI-Zahlen steckten sich in den letzten 24 Stunden 1608 Menschen in Deutschland mit Corona an. Die Hälfte der Ansteckungen gehe auf die Delta-Variante zurück. 22 Menschen starben heute in Folge ihrer Erkrankung.

9 Kommentare

  1. Covid-19 auslöschen – das wird leider nix.
    Das bleibt uns erhalten. Wir haben nur die Möglichkeit, uns impfen zu lassen. Und beten, dass die Impfung keine Nebenwirkungen zeigt.
    Die Oktoberinzidenz kommt so sicher wie Weihnachten.
    Wir haben nur EINEN Weg: Immunisieren plus natürliche Auslese bis 2100. Das ist die Natur. Wir können den Weg mitgehen oder eben nicht.

    1. Machen Sie sich doch keine Sorgen. Auch brauchen wir uns keine Illusionen mehr zu machen. Denn der Klimawandel wird die natürliche Auslese noch erheblich beschleunigen. Nur ist das eben den meisten Menschen noch nicht bewusst.

      1. Jedoch die größte Gefahr für das Überleben der Menschheit geht von den Menschen selbst aus. Die internationalen Rüstungsausgaben steigen Jahr für Jahr. Was schon existiert, das kann auch angewendet werden.

  2. und dem soll man noch was glauben?
    Viele Leute haben sich impfen lassen, damit sie mehr Freitheit haben – ich eingeschlossen – und die steht ihnen wohl auch zu.
    Spahn sollte mal nicht so maßlos übertreiben – ich werde mir diesen Artikel mal kopieren und sehen, wie es im Oktober aussieht.
    Übrigens – wären die Hochwasseropfer gewarnt worden, hätten sie es wahrscheinlich auch nicht geglaubt nach diesen Horrormärchen, die wir uns das letzte Jahr anhören mussten.

  3. dieser hohle Panikmacher.
    Eine Inzidenz von 175 müsste ihm doch auch reichen…
    -und viel vertrauter vorkommen.

  4. Das es nach der Wahl wieder hochgeht ist doch Logo. Es hat sich nichts geändert und die Zahlen gingen runter. Nun wieder hoch. Ok, wer will sei vorsichtig aber lässt euch nicht veräppeln.
    Genau wie dem sogenannten Klimawandel. In den 70gern warnte alles vor ner neuen Eiszeit, und nun soll es wärmer sein, weil ein Sommer mal Sommer war. Der Grund, klar sind die Autos. Ich denke eher ca. 4 Milliarden Menschen zuviel, da sollte man gegensteuern.

  5. Was gibt es da zu jammern?
    Man konnte die Beschränkungen ja nicht schnell genug lockern. Wenn das dumme Volk schreit und Wahlen stehen an, dann vergessen unsere Politiker alle Vorsichtsmaßnahmen.
    Wer will sich schon den Ast absägen, auf dem er sitzt?
    Und so wird es kommen, wie es kommen muß!!

  6. Früher war’s der Krieg, jetzt Corona und Naturkatastrophen. Der Hauptakteur ist die Katastrophe Mensch. Aber zum Glück ist Corona gefühlt vorbei und der Konsum kann vollends weiter starten.

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