Impfstoff-Hersteller Moderna entwickelt Impfstoff gegen HIV

Einen Impfstoff gegen HIV – ein Traum, den tausende Menschen schon lange haben. Der Impfstoff-Hersteller Moderner kommt diesem Traum jetzt ein großes Stück näher. Schon lange forscht das Unternehmen an einem passenden Vakzin und kann nun im Rahmen einer neuen kleinen Studie erste Erfolge feiern.

Bei 97 Prozent der Studienteilnehmer konnte der Impfstoff Antikörper auslösen, wie es in der Studie heißt, die erst vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Das bedeutet, dass insgesamt 35 der 36 immunisierten Studienteilnehmer nach der Impfung Antikörper gegen das HI-Virus entwickelten. Das sei ein erster, sehr wichtiger Schritt, um eine breite Immunität in der Gesellschaft zu erreichen. Auch noch nach der Impfung könnte das Vakzin das Immunsystem trainieren, eine breite Palette an HI-Subtypen zu identifizieren. Das sei deswegen wichtig, weil das HI-Virus wohl häufig mutiert, wie auch Studienautor William Schief erklärt.


„Es gibt nur wenige Stellen auf der Oberfläche des HIV-Spikes, die bei verschiedenen Isolaten gleich oder relativ gleich bleiben. Und wir versuchen, sehr spezifische Antikörper hervorzurufen, die sehr spezifische Eigenschaften haben, die es ihnen ermöglichen, genau an diese Stellen zu binden“, erklärt er.

Bei der Untersuchung handelt es sich erst einmal um eine kleine Phase-1-Studie. Das bedeutet, dass noch weitere Forschung notwendig ist, um den Impfstoff irgendwann auf den Markt zu bringen. Leider ist eine Zulassung aber auch nach weiteren Forschungen nicht gesichert. Doch Fakt ist, dass diese erste kleine Studie durchaus eine Hoffnung macht – nicht nur für das HI-Virus. „Wir sind optimistisch, dass es einige Chancen gibt, dass dieser Ansatz bei mehr als nur HIV hilfreich sein könnte“, sagte Schief, „auch wenn es bereits enorm wäre, wenn es nur HIV helfen würde.“

Bislang ist es Wissenschaftlern auch in 40 Jahren Forschungszeit noch nicht gelungen, ein wirksames Vakzin gegen HIV zu entwickeln. Versuche, das Immunsystem mit Lebend- oder Protein-Impfstoffen zu wappnen, scheiterten.

Fatal, denn HIV und Aids stellen weltweit noch immer eine enorme Gesundheitsgefahr dar. In Deutschland alleine lebten 2020 gut 90.000 Menschen mit dem Virus. Weltweit waren es im gleichen Jahr etwa 38 Millionen Menschen. Studien zufolge wissen etwa 20 Prozent nichts von ihrer Erkrankung.

Ein Kommentar

  1. na prima, dann kann Lauterbach sich wieder dumm und dämlich kaufen!!!
    Und hat endlich wieder ein neues Baby, um das er sich kümmern kann. HIV müßte ja durch den vielen Zuwachs aus der ganzen Welt dann auch an Wachstum gewinnen.

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