Maskenpflicht: schrittweises Ende in Sicht

Viele treibt dieses Thema um, nun äußerst sich auch Karl Lauterbach dazu. Er unterstützt Forderungen für ein schrittweises Ende der Maskenpflicht.

Nach seiner Ansicht sei die Maskenpflicht im Außenbereich für viele Bereich nicht mehr sinnvoll oder nötig. Der Verzicht auf Masken sei unter anderem dann möglich, wenn eine Fußgängerzone nicht zu überfüllt ist. Somit steht er hinter dem Bundesgesundheitsminister, der ebenfalls ein schrittweises Ende der Maskenpflicht anstrebt. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er: „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen entfallen. In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote nach und nach auch drinnen.“

Auch ohne eine Pflicht sei ein Tragen der Masken durchaus zu empfehlen. Dies gilt vor allem bei Reisen oder Treffen in Innenräumen, so Spahn. Es gebe lediglich dann mehr Sicherheit, wenn alle geimpft oder getestet sind.

Ein rasches Ende der Maskentragepflicht hat am Wochenende der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki gefordert. Dazu sagte er, dass zuerst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden müsse, wenn man eine längerfristige Aufrechterhaltung der allgemeinen Maskenpflicht anstrebe. Aber bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 ist diese nicht vorhanden.

Lauterbach hingegen lehnt eine grundsätzliche Abschaffung von Masken aber ab. Masken bleiben vor allem in Innenräumen sinnvoll, gelte besonders für Schulen. Es wäre nicht schön, wenn sich Kinder kurz vor den Sommerferien noch infizieren würden.

Bereiche, in denen das Tragen von Masken weiterhin notwendig sei, nannte auch der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit: „Wo es nach wie vor wichtig sein wird, auch in der Zukunft und meines Erachtens auch unabhängig von Corona, sind Krankenhäuser und Altenpflegeheime. Wo auch Menschen sind, die sich eben nicht impfen lassen können, weil bestimmte Grundkrankheiten vorliegen oder die sehr sensibel sind.“ Hier müsse man auch weiterhin sehr vorsichtig sein. Doch wird mit zunehmenden Impfungen dies für andere Bereiche weniger relevant werden, so Schmidt-Chanasit.

Lauterbach nannte als mögliche Marke für einen Verzicht auf Maskenpflicht den Punkt, wenn mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sind. Ausgenommen werden davon sollten aber große Zusammenkünfte und Massenveranstaltungen.

Lehrerverband warnt vor zu schnellem Ende

Vor einer zu schnellen Aufhebung der Maskenpflicht in den Schulen warnte hingegen der Deutsche Lehrerverband. Zu einer größtmöglichen Vorsicht im Unterricht rät der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. „Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden.“

Besonders im auslaufenden Schuljahr sollten Maskenpflicht und regelmäßige Tests bleiben. In Deutschland wird auf Grund der stark gefallenen Corona-Zahlen nun verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert. Dies gilt besonders für die Schulen.

Es gebe nach Angaben von Meidinger noch immer erhöhte Infektionen bei den Kindern und Jugendlichen. Denn diese sind bislang kaum geimpft. „Auch rund 50 Prozent aller Lehrkräfte verfügen noch nicht über einen vollständigen Impfschutz.“

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3 Kommentare

  1. Weg mit der Sch***-maske!!
    Angepasste Hygienemassnahmen, Plexiglasschutz an der Kasse etc. und *wichtig* ABSTAND halten soll dauerhaft bleiben. Bei der Deutschen Bundespost gab es vor wenigen zehn Jahren noch die vollverglasten „Schalter“. Heute wäre die Post froh, wenn das noch so wäre – nur: wer konnte ahnen, dass 30 Jahre nach dem Fall der Mauer Covid-19 wütet?

    1. Die vollverglasten „Schalter“ waren in Mode, als die Menschen ihre Einkäufe noch selten mit elektronischen Mitteln bezahlten. Zu jener Zeit bunkerten die Postfilialen wie auch die Bankfilialen noch wesentlich mehr Bargeld, um dieses an ihre Kunden auszahlen zu können. Doch hat sich dies gewandelt, weshalb eine bestimmte Klientel von klassischen Banküberfällen nach und nach zu Geldautomatensprengungen übergegangen ist.

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