Omikron-Welle: Hier wird es jetzt richtig eng

Nun wird es richtig eng. In vielen europäischen Ländern steigen die Infektionsraten sprunghaft an, die Omikron-Variante setzt sich immer mehr fest. Besonders betroffen sind dabei Italien, Großbritannien, Spanien und die Niederlande.

Auch wenn es so scheint, dass es weniger schwere Verläufe durch Omikron gibt, so müssen trotzdem viele Menschen behandelt werden. Das Virus selbst sorgt für extrem hohe Ansteckungszahlen. Dies betrifft auch immer mehr die Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Quarantänemaßnahmen werden allerorts angeordnet. Nun soll ein Zusammenbruch der Versorgung durch neue Wege verhindert werden.

Die Regierung in Großbritannien etwa möchte, dass private Krankenhäuser und Arztpraxen Krebsoperationen durchführen. Für gewöhnlich obliegt dies den Kliniken des National Health Service NHS. Zur Begründung sagte der Leiter des Gesundheitsdienstes, Stephen Powis: „Durch Omikron müssen wir mehr Patienten behandeln, aber haben weniger Personal zur Verfügung.“ Im gesamten Land kommt es derzeit zu immer mehr Infektionen, doch wird bislang noch auf Einschränkungen durch die Regierung verzichtet.

Der britische Minister Michael Gove sagte, dass man künftig den Druck im Gesundheitswesen aushalten werde, wenn man mit dem Virus leben wird. Doch ist das Land noch nicht so weit, es zeichnen sich schwere Wochen ab.

Hingegen werden in Spanien schon Mitarbeiter der Pflege aus der Rente geholt, so angespannt ist die Situation. Gleichzeitig bricht die Kontaktnachverfolgung immer mehr zusammen, die Gesundheitsämter sind am absoluten Limit angekommen. Als erste Maßnahmen will das südwesteuropäische Land die Infektionen weniger strikt verfolgen. Auch die Tests werden zurückgefahren und es soll vorgegangen werden wie bei einer Grippe. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte, dass die Todesfälle bei Corona stark gesunken seien und nun ein neuer Umgang mit der Pandemie erfolgen könne.

Hingegen erwägen die Krankenhäuser in den Niederlanden, Mitarbeiter auch bei einer Infektion weiter arbeiten zu lassen, wenn sie symptomfrei sind. Zuletzt war unter anderem an der Universitätsklinik Amsterdam jeder vierte Mitarbeiter positiv getestet worden.

Angespannt ist die Situation mittlerweile auch wieder in Italien. Hier sind inzwischen gut vier Prozent aller Mitarbeiter in Krankenhäusern von der Arbeit suspendiert, da sie nicht geimpft sind. Nicht notwendige Operationen sollten nach Ansicht der Gesundheitsbehörden verschoben werden. Auch müssen Ärzte und Pflegepersonal ihren Urlaub verschieben.

Mit diesen Erkenntnissen wächst auch die Sorge in Deutschland. So ist der Grünenpolitiker Janosch Dahmen sicher, dass die aktuellen Maßnahmen gegen Omikron nicht ausreichend sind. Er brachte weitere Schließungen von öffentlichen Einrichtungen ins Gespräch.

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Ein Kommentar

  1. Da werden also „Pflegekräfte aus der Rente geholt“ und die aktiven Pflegekräfte werden durch politische Fehlentscheidungen zum Gehen veranlasst – das ist Jammern auf niedrigstem Niveau! So spielen Kinder unter zehn Jahren!

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