Schlimmste Befürchtungen bestätigt: Schweden findet Beweise zur Pipeline-Sabotage

Im September tauchten plötzlich mehrere Lecks in den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 auf. Was war passiert? Jetzt kommen schwedische Inspektoren zu einem Ergebnis und beweisen, dass es sich zweifelsfrei um schwere Sabotage handelt.

Die Schwedische Staatsanwaltschaft bestätigt: Nord Stream 1 und 2 wurden im September durch schwere Sabotage beschädigt. Bei Ermittlungen an den Explosionsorten in den Wirtschaftszonen Schwedens und Dänemarks wurden Sprengstoffspuren gefunden. Damit ist klar: Die Gas-Pipelines wurden durch Sprengungen vorsätzlich unbrauchbar gemacht.

Der schwedische Staatsanwalt Mats Ljungqvist teilte mit, dass man mehrere Fremdkörper an den Pipelines entdeckt habe. Analysen hätten nun ergeben, dass an diesen Gegenständen Spuren von Sprengstoff nachweisbar sind. Weitere Analysen stehen noch aus.

Detonationen unbekannter Herkunft rissen Ende September Löcher in Nord Stream 1 und 2. Für ihren ursächlichen Zweck werden die Gasrohre lange nicht mehr zu gebrauchen sein. Ursprünglich wurden sie gebaut, um Gas nach Deutschland zu transportieren. Zum Zeitpunkt der Sprengungen im September waren Nord Stream 1 aber bereits außer Betrieb. Nord Stream 2 wurde im Zuge der Urkaine-Krise nie in Betrieb genommen. Gas enthielt die Unterwasser-Infrastruktur dennoch. Auf Luftbilder war zu sehen, wie das Gas aus den Tiefen der Ostsee nach oben blubberte.

Wer für die Sabotage verantwortlich ist, ist noch immer unklar. Schon früh stellten Analysten fest, dass eine Operation dieser Art von einem ressourcenreichen Akteur kommen muss und schlossen damit beispielweise Umweltaktivisten aus.

Russland stand schnell unter Verdacht, wies entsprechende Vorwürfe allerdings zurück. Vor rund zwei Wochen beschuldigte das russische Verteidigungsministerium die britische Marine. „Laut verfügbaren Informationen“ hätten britische Einheiten sich an einem entsprechenden „Terroranschlag“ beteiligt. Großbritannien dementierte die Anschuldigungen. “Um von ihrem katastrophalen Umgang mit der illegalen Invasion in der Ukraine abzulenken, greift das russische Verteidigungsministerium auf die Verbreitung falscher Behauptungen epischen Ausmaßes zurück”, erklärte das britische Verteidigungsministerium. Es handele sich bei den russischen Aussagen um eine „erfunden Geschichte“.

Nach Recherchen der „Welt“ liegen der ESA Satellitenbilder vor, auf denen zwei verdächtige Schiffe zu sehen sind, die am 24. September an den Anschlagsorten auf See waren. Ähnliche Entdeckungen machte eine private Satellitenfirma aus New York. Experten zeigen sich zuversichtlich, dass noch ermittelt werden könne, was genau in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm geschehen ist.

6 Kommentare

  1. Was für einen Sinn haben die Kommentare gegenseitig ??? Damit ist das erreicht Uneinigkeit. Im Beitrag wurde doch ganz eindeutig geschrieben, das es sich nicht um Anschläge von Umweltaktivisten handelt. Solche Anschläge haben einen Hintergrund den WIR sowieso nicht erfahren werden. Dazu ist Vorbereitung und Logistik erforderlich, und darüber verfügen nur Experten ganz egal von welcher Seite sie Kommen.

  2. Gegen Putin und seine Taktik kommt keiner an. Immer noch nicht begriffen? Warum wohl macht er das? Erst überlegen und aufgeben. So einen provoziert man nicht. Nicht immer wieder beerdigen. Eigene Fehler zugeben.

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