Tödlicher Sandsturm nimmt Kurs auf Europa

Für die einen ist es ein faszinierendes Naturschauspiel, für andere hingegen stellt sie sich als tödliche Gefahr dar. Seit Wochen färbt sich der Himmel über Kuwait, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie über dem Irak und Syrien schwefelgelb bis hin zu einem satten Orange. In der Golf-Region wüten seit Monaten massive Sandstürme und bringen erhebliche Gesundheitsgefahren mit sich. Inzwischen scheint es sogar möglich, dass sich die Wetterlage ändert und der Sandsturm Kurs auf Europa nimmt. So kann es dann auch hierzulande zu erheblichen Problemen kommen.

In einem aktuellen Beitrag berichtet der britische „Mirror“ unter Berufung auf einen Arzt aus Syrien, dass inzwischen schon vier Menschen in dem Land an den Folgen der Sandverwirbelungen gestorben seien. Besonders bei Personen, die unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, etwa Atemwegsproblemen, kann der sehr feine Wüstensand ernsthafte Folgen haben. Die Atemwegsbeschwerden können sich dadurch um ein Vielfaches verschlimmern.

Es zeichnet sich für Wetter-Experten immer deutlicher ab, dass bereits in dieser Woche der Sandsturm Kurs auf Europa nimmt und auch hier den Himmel blutrot färben kann. Doch damit nicht genug, ist es wohl nur ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Jahren regelmäßig auf die gesamte Menschheit zukommen. „Weitreichende globale Folgen“ können diese Mega-Ereignisse im Mittleren Osten mit sich bringen, ist der an der Universität von Nevada tätige Wissenschaftler Muge Akpinar-Elci überzeugt.

Auch in Mittel- und Nordeuropa wird immer häufiger beobachtet, dass es zu einer starken Eintrübung der Atmosphäre durch den Sahara-Sand kommt. Verbindet sich dieser mit Niederschlägen, so fällt vom Himmel ein leuchtend roter „Blutregen“ herab. Was bisher oft als Naturschauspiel dargestellt wird, ändert sich durch die Wetter-Unbilden am Persischen Golf erheblich. Denn die Folgen sind weit mehr als nur ein wenig staubiger Regen. Mediziner haben in Syrien nun Alarm geschlagen, sind doch wesentlich mehr Menschen mit akuten Atemwegsbeschwerden durch die verminderte Luftqualität vorstellig geworden. Die Behörden in den Golfstaaten haben inzwischen sogar den Notstand ausgerufen.

2 Kommentare

  1. Und in der EU wird über ein Verbrennerverbot ab 2035 diskutiert, oder noch besser, der vorrübergehende Ausstieg vom Kohleausstieg.
    Lächerlich, der Klimawandel diskutiert nicht.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.