Tropenkrankheiten in Deutschland: Neue Hotspots in vier Bundesländern

Immer häufiger übertragen heimische Stechmücken Tropenkrankheiten. Dieses Jahr hat das West-Nil-Virus neue Hotspots in Deutschland erobert. Bisher trat die Krankheit vor allem in Bayern auf. Jetzt sind vier weitere Bundesländer stark betroffen.

Das West-Nil-Virus breitet sich in der gesamten Osthälfte von Deutschland aus. Neben Bayern wurden jetzt auch Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg als Infektionsgebiete erkannt. Übertragen wird es eigentlich von Vögeln und über Stechmücken als Zwischenwirt auch auf den Menschen.

Bei jungen und gesunden Menschen verläuft die Infektion meist harmlos wie eine Erkältung, oft sogar symptomfrei. Die Symptome, die teilweise erst nach 14 Tagen auftreten, können sich wie eine Grippe anfühlen. Laut Robert-Koch-Institut bemerken die meisten Infizierten gar nicht, dass sie sich mit einer exotischen Krankheit infiziert haben. Bei etwa einem von 100 Fällen verläuft die Erkrankung mit schweren Symptomen, bis hin zu einer Hirnhautentzündung. Diese kann in Ausnahmefällen tödlich verlaufen.

Während das West-Nil-Virus über einheimische Mücken übertragen wird und meist harmlos verläuft, können exotische Stechmücken auch schwerere Krankheiten übertragen. In Deutschland treten mittlerweile die Asiatische Tigermücke, die Asiatische Buschmücke und die Koreanische Buschmücke auf und lassen sich nicht mehr ausrotten.

Diese Mücken können Krankheiten wie Zika, Dengue oder Chikungunya übertragen. Noch ist es allerdings nicht so weit. Denn diese Krankheiten brauchen nicht nur die Mücke, sondern auch ein bestimmtes Klima um sich zu verbreiten. Dies ist in Deutschland derzeit nicht gegeben.

Neue Forschungsergebnisse zum Verhalten von Mücken
Trotzdem ist es empfehlenswert, sich den Plagegeistern nicht allzu sehr auszusetzen. Neuste Forschungen legen übrigens nahe, dass man dafür nicht immer Sprays oder Fliegengitter braucht. US-Forscher fanden heraus, dass Stechmücken offenbar auch lernfähig sind und Menschen meiden, die nach ihnen schlagen. Demnach können die Fliegen die Wucht von Schlägen bestimmten Körpergerüchen zuordnen und meiden diese anschließend. Das heißt, selbst wenn man eine Mücke nicht trifft, kann es gelingen diese durch schlagkräftige Gegenwehr zu vertreiben. Unklar bleibt unterdessen noch immer, warum bestimmte Menschen auf Stechmücken besonders attraktiv wirken und sich von diesen nahezu verfolgt fühlen, während andere kaum von den Plagegeistern attackiert werden. „ Jedes Individuum besitzt einen molekularen Cocktail aus Verbindungen von mehr als 400 Chemikalien. Aber nun wissen wir immerhin, dass Mücken bestimmte Gerüche ihrer Opfer lernen können und jene Opfer meiden, die sich mehr verteidigen”, erläuterte Chloé Lahondère von der Virginia Tech Hochschule.

4 Kommentare

  1. Zur Zeckenabwehr kann man sich gut mit biologischem Kokosöl einreiben (wirkt übrigens auch hervorragend bei Hunden).
    Vielliecht könnte man dies auch bei diesen jetzt auftretenden “ach soooo gefährlichen” Stechmücken ausprobieren?
    Man muss sich sowieso wundern, warum eine handvoll, überwiegend symptomlose, Mückeninfektionen jetzt schon wieder so aufgepuscht werden, wobei die jährlich 60 000 Borelliose-Neuinfektionen absolut totgeschwiegen werden (und hierbei ist die Quote an Langzeitschäden um ein vielfaches höher und schlimmer).

    1. Die gefährlichsten Zecken sitzen in unseren Regierungen, und da gibt es keine Abwehr, weil die Bevölkerung ihre Zecken immer wieder wählt.
      Das beste Mittel gegen die Zecken ist, bei den Wahlen nicht die altetablierten Parteien zu wählen; denn die belügen und betrügen uns, wie man das jetzt in den Supermärkten sieht, weil es kein Mehl bei uns in SL-Holst. zu kaufen gibt.

      Als Grund wird uns der Ukrainekrieg vorgelogen, obwohl wir von der gesamten ukrainischen Weizenausfuhr nur 0,04% abnehmen, um uns mit der Ukraine zu solidarisieren, dagegen nimmt Ägypten volle 37% ab. Die gute Ernte in der Ukraine war im letzten August 2021 erfolgt und bereits ausgeliefert.

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