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Ukraine gibt den Kampf um Hafenstadt Mariupol auf

Bereits in den vergangenen Wochen hieß es aus Russland immer wieder, dass die Hafenstadt Mariupol unter Kontrolle wäre. Doch leistete insbesondere das Asow-Regiment in dem umkämpften Stahlwerk erbitterten Widerstand. Nun aber ist auch dieser Kampf vorbei und die Ukraine beendet das unsinnige Blutvergießen.

Seit dem Beginn der Kämpfe in der Ukraine war die Stadt Mariupol eines der Zentren von schweren Auseinandersetzungen. Auf beiden Seiten wurde erbittert gerungen, besonders das Asowstal-Werk war dabei im Mittelpunkt des Konflikts. Das berühmt-berüchtigte Asow-Regiment hielt bis zum Schluss den Komplex in der Hand, jetzt ist aber der Kampf gegen den übermächtigen Gegner auch offiziell zu Ende. Die Führung in Kiew hat nach Angaben des Kommandeurs der Einheit, Denys Prokopenkos, die Verteidigung der Hafenstadt aufgegeben.

Am Mittag wurde ein Video veröffentlicht, in dem Prokopenko mitteilte, dass Militärkommando habe den Befehl gegeben, die Soldaten der Garnison zu retten. Parallel dazu werde alles darangesetzt, die getöteten Kameraden aus der Anlage zu bringen. Zuvor waren alle Verwundeten aus dem völlig zerstörten Komplex evakuiert worden.

Die gesamte Hafenstadt war wochenlang von den Invasoren belagert und durch Beschuss fast vollständig zerstört worden. Immer wieder hieß des dabei aus dem Kreml, faktisch sei der Ort fest in russischer Hand. Doch gelang es den ukrainischen Soldaten, sich in dem riesigen Industriekomplex von Asowstal zu verschanzen und den russischen Truppen zu trotzen.

Nach und nach war aber der Widerstand gebrochen und die Kämpfer des Asow-Regiments ergaben sich. Angeblich seien rund 2.000 ukrainische Kämpfer rund um das Werk in Gefangenschaft geraten, ließ Moskau verbreiten.

Diese sollen nach Einschätzung der ukrainischen Regierung im Rahmen eines Austauschs von Gefangenen nach Hause geholt werden. Dem gegenüber steht die Aussage, ein Teil der Verhafteten werde nicht als Soldaten, sondern als Nazis angesehen. Auch ist schon über die Todesstrafe für die Widerstandskämpfer von Mariupol fabuliert worden. Unter anderem hatte dies der Unterhändler von Moskau, Leonid Slutski, gefordert.

Der Kreml könnte eine Einnahme der Hafenstadt als großen strategischen Erfolg werten, doch verlangsamte sich durch den Widerstand der Vormarsch der russischen Einheiten. So gelang es den Invasoren bislang nicht, endscheidend auf die Großstadt Saporischschja vorzurücken. Diese wird von den Verteidigern weiterhin gehalten.

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  • Der Russe lügt, wenn er den Mund aufmacht. Einfach nur schwach und gestört; der Realität NICHt gewachsen.
    Dies wird an den Korruptionen und den daraus fehlenden Geldern ersichtlich. Die ganze "herrschende" Schicht steckt sich die Taschen voll oder verteilt die Posten unter sich. Das wird ein böses Erwachen geben, wenn der Grössenwahnsinnige eingesackt wurde. .................und seine Schergen mit!!!
    Beim Kampf um das Stahlwerk sind unnötige Opfer auf russischer Seite gefallen!! Den Grund muss Herr Putin erst einmal finden für die Angehörigen, die nach ihren Gefallenen forschen!!!
    Aus Rachsucht sollen jetzt die Gefangen gefoltert und getötet werden. Um Putin herum sind keine Menschen sondern menschliche Schweine und Aasgeier. Aber ..diese werden bald alle gefasst werden.

    • Der Lügt genau so wie diese Faschistische
      Ukraine.
      Die Ukraine ist einfach zu schwach.
      Die haben nur Glück weil der Russe keine
      Generalmobilmachung gemacht hat. Sonst hätte er diese Helden schon in der Pfeife geraucht. Aber eigentlich ist mir das scheiß egal.
      Der Krieg in der Ukraine ist nicht meiner daher ist der
      mir völlig egal.

    • Träum weiter.
      Um die Nazi Truppen Azov ist nicht schade
      Das waren auch Menschliche Schwein.
      Denen schadet es nicht ein wenig HÄRTER ANGEFASST ZU WERDEN.
      Die haben seit 2014
      Russische Frauen Männer und Kinder Abgeschlachtet da kann man schon mal etwas gröber werden.
      Vor 2 Jahren war dieser Komiker Präsident der Ukraine noch ein Korupter
      Verbrecher in den Medien jetzt ist er mehrfacher Millionär und Gott.

  • Todesstrafe - nur weil sie ihr Land und ihre Freiheit verteidigt haben???
    Wer ist denn hier der Nazi - doch wohl nicht die ukrainischen Soldaten sondern das russische Regime.

  • Traurig, aber irgendwie doch gerecht. Herr Gott sieht alles. Man soll sich nicht verdummen und missbrauchen lassen. Nicht hassen und Unschuldige umbringen. Weder fürs Geld, noch auf Befehl.

  • Putin ist der Aggressor und sollte als Kriegsverbrecher vor ein Kriegsgericht gestellt werden.
    Tausende Menschen und Soldaten haben ihr Leben verloren und weitere werden ihr Leben verlieren. Ein Ende dieses Krieges ist noch nicht abzusehen.
    Sobald weiter Waffen für die Ukraine geliefert werden, wird sich dieser Wahnsinn fortsetzen.
    Wer bezahlt am Endediesen Schwachsinn ? Die Ukraine kann all diese gelieferten Waffen und die noch zu liefernden Waffen gar nicht bezahlen.
    Ganz zu schweigen, was der Wiederaufbau dieses Landes kostet.
    Da werden auch von uns Milliarden Euros in die Ukraine fliessen.
    Wir verschulden uns für Klima und Militär. Auch die Hilfen für die Ukraine müssen finanziert werden.
    Bei uns wird alles teurer. Die Politik denkt nicht daran, Steuern. zu senken, um auch für die ärmeren Menschen etwas zu tun.
    Auch der ukrainische Präsident kennt nur Forderungen, macht sich aber keinen Kopf darüber, dass er diesen Krieg nicht gewinnen kann.
    Lass mal die EU, D und anderen dafür zahlen.

    • Hallo erasmus!
      Putin vor Kriegsgericht: Zu dieser Thematik und auch zum Begriff „Kriegsverbrechen“ habe ich eine, sage ich jetzt mal so, andere Meinung im Zusammenhang mit dem Geschehen in der Ukraine.
      Zuerst beinhaltet meine Ansicht, dass dies nicht geschehen wird, dass daher auch entsprechende Forderungen weitgehend sinnlos sind. Ich halte solche Forderungen, ebenso wie Verurteilungen oder Gerichtsprozesse auf beiden Seiten während des laufenden Konfliktes, für schädlich. So etwas schürt nur weitere Entrüstung, Wut oder gar Hass. Ob derartige Gefühle nun gerechtfertigt sind oder nicht, spielt keine Rolle. Was dadurch entsteht, sind weitere Barrieren im Kopf, die in keinem Fall irgendetwas Gutes bewirken können. Das kann niemals konfliktlösend sein. Sollten Soldaten, oder allgemein Gefangene, beschuldigt werden, sollten sie meiner Meinung nach und das beziehe ich auf beide Seiten, eher in eine Art „Untersuchungshaft“ genommen werden. Aber bitte keine Prozesse oder gar Verurteilungen während des Konfliktes.
      Zu diesem Thema möchte ich auch noch sagen, dass ich ausdrücklich nicht alle russischen Soldaten über einen Kamm schere. Auch die russischen Soldaten sind in erster Linie nur Menschen und grausame Ereignisse können Menschen verändern und auch zu Handlungen bringen, an die sie ohne die vorangegangenen Erlebnisse nicht einmal denken würden. Und was (leider) auch zum Menschen allgemein gehört: Es gibt überall auch echte Verbrecher, Sadisten. Wenn ein russischer Offizier beispielsweise eine gewisse Anzahl von Soldaten befehligt, dann kann er unmöglich hinter jedem einzelnen Soldaten seiner Einheit stehen und aufpassen, dass der einzelne Soldat nicht doch gezielt auf Zivilisten schießt.
      Waffenlieferungen: Ja, bedauerlicherweise – diese verlängern das Kriegsgeschehen, für sich allein gestellt sachlich korrekt. Was ich sonst noch darüber denke, ich komme in diesem Punkt mit mir selbst nicht klar und versuche zu ergründen, weshalb ich damit nicht klarkomme.
      Verlängertes Kriegsgeschehen bedeutet mehr Tod, mehr Verwundung, mehr Zerstörung, mehr Leid und so fort. Das sind Dinge, die ich allgemein nicht möchte. Was ich aber auch nicht möchte ist, dass ich von irgendeiner Art von Propaganda beeinflusst werde, egal von welcher „Seite“ sie kommt. Und das ist unheimlich schwer umzusetzen, wenn nicht gar unmöglich. Ich als einfacher Mensch habe einfach keinen Zugriff auf gesicherte Informationen, aus denen heraus ich eigene, vor allem auch richtige Schlüsse ziehen könnte. Wie soll das möglich sein, wenn selbst Staatslenker sich nicht auf Informationen ihrer eigenen „Geheimdienste“ verlassen können. Was mir dazu einfällt, sind zum Beispiel die chemischen Massenvernichtungsmittel in Raketen eines Saddam Hussein. In diesem Zusammenhang betrachtet war der kürzliche Versprecher vom US-Expräsidenten Bush kein Versprecher, sondern inhaltlich korrekt. Und der russische Präsident Putin war wohl ebenso mit Erkenntnissen seiner Geheimdienste nicht sonderlich gut beraten. Das vermute ich deswegen, weil ich nicht denke, dass Putin tatsächlich einen Konflikt im jetzt vorliegenden Umfang haben wollte. Ich betone ausdrücklich – weil ich das nicht denke, ist also nur meine Meinung.
      Wenn also Staatslenker, Politiker und Präsidenten sich nicht 100 % verlassen können auf ihre Institutionen – worauf soll sich dann erst ein normaler Bürger verlassen können... . Schwieriges, sehr schwieriges Thema.
      Forderungen: Das konstruiere ich mal aus den vorangegangenen Punkten weiter.
      Richtig ist rein sachlich, dass der militärische Angriff von Putin ausging. So – ich sitze an einem Abend vor dem PC, es kracht, mir tritt jemand die Wohnungstür ein und dann steht ein 2-Meter-Schrank mit Baseballschläger vor mir und fordert von mir die Herausgabe meiner Wertgegenstände. Ich bin körperlich nicht in der Lage mich zu wehren, also werde ich die Hände heben und damit erstmal signalisieren, dass ich nicht an Gegenwehr denke. Dann werde ich Kooperation ausdrücken. Das werde ich deswegen tun, weil es in diesem Moment keine andere Möglichkeit für mich gibt, die Hoffnung dabei ist, mein Leben und körperliche Unversehrtheit zu erhalten. Eine Garantie ist das für mich nicht, das wäre klar. Es ist aber meine einzige Chance, weil ich bei versuchter Gegenwehr zu 100 % verlieren würde. Und die winzigste Chance heil davonzukommen ist immer noch besser, als sicher kaputtgeschlagen zu werden.
      Du sagtest, der ukrainische Präsident fordert auch nur. Ja, leider und solange sowohl Russland auf seinen Forderungen beharrt und die Ukraine, wird es nicht besser werden. Verhandeln bedeutet für mich, dass man maximale Forderungen stellt, um am Ende das, was man mindestens erreichen möchte, zu bekommen. Maximalforderungen dienen im Prinzip also dazu, etwas zu besitzen, was man im Verlauf des Handelns auch bereit ist, als Einsatz aufzugeben. Und das sehe ich bei der Ukraine derzeit aber nicht. Dazu lasse ich mich gerne aufklären, wenn ich damit im Irrtum bin.
      Von der politischen Entwicklung der Ukraine seit der Deutschen Wiedervereinigung habe ich nicht sonderlich viel und wenn, nur am Rande etwas mitbekommen. Für mich war die Zeit vom Jahr 2000 bis etwa Mitte 2019 von vielen privaten Problemen und Umbrüchen dominiert, welche meinen Blick auf politisches Weltgeschehen, sagen wir mal so, eingeschränkt haben.
      Die Annexion der Krim-Halbinsel durch Russland habe ich so am Rande mitbekommen damals und mir gedacht, was will Russland mit einem Stück Land, welche de facto gar keine Landverbindung zum russischen Territorium besitzt. Ich habe dazu einige Nachrichtenschnipsel wahrgenommen und mir damals nur gedacht, dass dort keine „Separatisten“ in Hinterzimmern nagelneue Uniformen genäht und in Garagen blitzblankes Militärgerät zusammengeschraubt haben. An einen riesengroßen weltweiten Protestaufschrei kann ich mich aber ebenso nicht erinnern. Ich habe etwas über Sanktionen gegen Russland gehört, kann aber jetzt, ohne nachzuforschen, weder etwas über Art noch Umfang was sagen.
      Was ich aber jetzt denke ist, dass ab dem Zeitpunkt der Krim-Annexion die Situation eigentlich kritisch war. Das hat aber wohl niemand so richtig wahrgenommen, jedenfalls nicht im Umfeld und der Wahrnehmung einfacher Bürger. Rückblickend – genau – das hatte ich schon gesagt – die annektierte Krim hatte keine Landverbindung zu Russland. Deswegen tauchten dann dort im Großraum des als Donbas oder Donezbecken bezeichneten und überwiegend russischsprachigen Gebietes plötzlich auch „Separatisten“ auf, welche eine Unabhängigkeit von der Ukraine forderten. Vor allem bewaffnete „Separatisten“ und dagegen wehrte sich die Ukraine Ukraine natürlich. Über dieses Geschehen im Donbas hat man jedoch über die ganzen Jahre hinweg kaum etwas an „Nachrichten“ vernommen, es gab nicht viele Berichterstattungen darüber. Ich kann deswegen auch nur rückblickend meine Meinung dazu sagen.
      Mich hat es ziemlich erschreckt, als ich vor mehr als 3 Wochen mal genauer nachgelesen habe, WER dort in diesem Gebiet in Kämpfe verwickelt war die ganzen Jahre. Wie man auf politischer Ebene das nicht sehen konnte, welche Gefahren das bietet, was man damit Russland quasi auf dem Silbertablett der Propaganda liefert. Ich wiederhole dazu nicht den Artikel - wer das möchte, lese bitte eigenständig den deutschen Wikipedia-Artikel zum Begriff "Regiment Asow". Das ist so, als wenn man in ein Becken mit Piranhas ein Stück blutiges Fleisch wirft und dann fragt, warum plötzlich so eine Aufregung im Becken herrscht. In meinem Verständnis wurden gleich mehrere Fehler gemacht von der ukrainischen Regierung. Von Regierungsseite aus hätte dieses Bataillon niemals in ein Regiment umgewandelt und dann auch noch in die Nationalgarde integriert werden dürfen. Das sieht für mich aus wie eine Beförderung mit besonderer Ehrung. Eigentlich hätte es komplett aufgelöst werden müssen, samt dem Namen. Der nächste Fehler, wo ich mich frage, wie gedankenlos muss eine Regierung denn sein, sorry dafür: Im Wappen des Regiments die Verwendung eines Symbols, welches in der rechtsradikalen und Neonazi-Szene anzutreffen ist, diese sog. „Wolfsangel“. Das war ein weiterer Fehler und Propagandagrund, den die Politik eigentlich hätte erkennen müssen. Was aber auch bemerkenswert ist: Mitglieder aus diesem Regiment wie "Serhij Korotkich", der Mitglied einer Neonazi-Bewegung in Belarus und Russland ist oder war. Das war wohl noch unter dem Präsidenten Poroschenko, wenn ich das richtig gelesen habe. Dieses Regiment war ein echter „Sargnagel“, so würde ich das jetzt zusammenfassen.
      Für mich ein weiterer Grund, wie Putin und seine Vertrauten, die ihm zustimmen, auf Bezeichnungen wie „Entnazifizierung“ kommen.

      Wobei ich mich ebenso auf den deutschen Wikipedia-Artikel dazu beziehe: Der Name "Stepan Bandera", kann auch jeder selbst nachlesen.
      Ich frage an dieser Stelle einmal, was wohl gewesen wäre, wenn Deutschland im Rahmen oder kurz nach der Wiedervereinigung eine Person als Nationalhelden proklamiert hätte, welche nachweislich mit den deutschen Nazis im Krieg zusammengearbeitet hat. Der Aufschrei wäre weltweit erschollen – zu Recht in diesem Fall. Ich selber habe auch erst jetzt von diesem Namen erfahren, weil ich herausfinden finden wollte, wie Putin darauf kommt, die Ukraine „entnazifizieren“ zu wollen. Aber auf politischer Ebene – der Ebene der ukrainischen Regierung, hätte man dort nicht ebenso wie beim "Asow-Regiment" eine mögliche Problemlage schon lange erkennen müssen oder können? Nein, wurde nichts erkannt - es wurden Straßen und Plätze nach ihm benannt, Denkmäler aufgestellt, Briefmarke herausgegeben usw. Hätte man mich damit beauftragt, eine Propaganda zu schreiben und der Ukraine zu unterstellen, ein Nazi-Staat zu sein, dann wären die Namen "Stepan Bandera" und "Asow-Regiment" sicher dabeigewesen.

      Ich versuche aber nun auch weiter nachzudenken, nämlich über das Thema „Forderungen“. Ich sagte schon dazu – zum Verhandeln Maximalforderungen stellen, um etwas zu besitzen, was man aufgeben kann während des Verhandelns, oder wenn nicht aufgeben, zumindest so zu modifizieren, dass sich der andere Verhandlungspartner vielleicht darauf einlassen kann.
      Da wären einmal in meinen Augen die reinen Gebietsansprüche. Klar, wenn auch nicht von russischer Seite laut ausgesprochen, dürfte sein: VR Lugansk und VR Donezk sind keine eigenständigen Nationen, sondern Vasallen Russlands. Braucht man aber nicht darauf herumreiten, es verändert an der Sachlage nichts. Wozu diese beiden VR's – ist auch klar – Landverbindung zwischen Russland und Krim.
      Allgemein sage ich, dass die Ukraine auch ohne Krim, Lugansk & Donezk noch immer nach Russland das zweitgrößte Land flächenmäßig auf dem europäischen Kontinent wäre.
      Jetzt zu den Verhandlungspunkten. Das sind also auf ukrainischer Seite, relativ kurz zusammengefasst,
      - Abzug aller russischen Truppen
      - Und ein Zurückversetzen der Grenzen auf den Stand VOR 2014 - also auch die Krim.
      Das sind die Maximalforderungen, die gleichzeitig auch die Minimalforderungen darstellen, so wie es aussieht. Sollte es aber nicht sein, weil es dann nichts zu verhandeln gibt, leider.
      Also, als einen Verhandlungspunkt sehe ich die genannten Gebiete schon, wenn man beachtet, was der Verhandlungsgegner tatsächlich will.(Zu diesem Punkt sage ich später noch was)
      Ich denke, dass Russland die Krim niemals aufgeben wird freiwillig. Es gab also Proteste und Sanktionen, aber nichts darüber hinaus. Das ist der Zustand seit rund 8 Jahren. Ich kann keine echten Nachteile für die Ukraine erkennen. Die Krim hat eine - auch in den letzten „nur“ 40 Jahren, um einmal einen Zeitraum zu benennen, sehr bewegte Geschichte mit einem gewissen "Problempotenzial". Ich beziehe mich auch dabei auf den Wikipedia-Artikel zur Krim.
      Für Russland ist die Krim, so glaube ich, hauptsächlich wegen der geografischen Lage mit dem Hafen und der Stadt Sewastopol interessant. Nun muss die Krim allerdings auch versorgt werden, und zwar mit Strom und Wasser.
      Hier sehe ich die Möglichkeit von zukünftigen Handelsverträgen zwischen Russland und der Ukraine, was wesentlich besser wäre, als sich zu bekämpfen. Wenn ich das richtig gelesen habe, wäre von der Krim zudem noch der Handel mit Graphit interessant.
      Dann die Gebiete der VR's Lugansk und Donezk; Ich sagte schon – das wird im Kern einfach eine erforderliche Landbrücke zur Krim darstellen.
      Ich denke hier an mehrere verschiedene „Modifikationen“, die man ggf. verhandeln könnte. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind für Gebiete der VR Donezk und VR Lugansk ja schon „Grenzen“ festgelegt worden. Ob das jetzt völkerrechtlich rechtmäßig ist oder nicht, sollte kein Streitpunkt sein an dieser Stelle. Landbrücke zur Krim sagte ich – dazu ist noch etwas mehr nötig als nur diese beiden Grenzen der VR.
      Was also muss Russland sicherstellen – hatten wir – eine Landbrücke, also Infrastruktur für die Krim, Straßen, Leitung und Schienenwege, dazu kommen noch Zugangsmöglichkeiten zum Meer.
      Woran ich dabei denke, wären Verhandlungsoptionen, wie sie auch bei bestimmten sogenannten „Hammergrundstücken“ vereinbart werden. Könnten sich Ukraine und Russland darauf einigen, dass die notwendigen Gebiete einen neuen Sonderstatus erhalten, welcher genau für diesen Zweck extra entwickelt wird? Ich denke, dass es sowohl in der Ukraine als auch in der Russischen Föderation Fachleute gibt, die in der Lage wären, etwas Passendes zu entwickeln ohne militärische Auseinandersetzungen, auf einer friedlichen, auf Handel liegenden Basis.
      Das sind so meine Gedanken bezüglich Gebietsansprüchen. Ich möchte dann allerdings auch Verhandlungspunkte zu den russischen Forderungen in meiner Gedankenwelt beschreiben, welche nichts mit Gebieten zu tun haben.
      Diese Forderung der „Entnazifizierung“, wie es von russischer Seite genannt wird.
      Das ist etwas, was tatsächlich nicht durch russisches Militär getan werden müsste, sondern ist in meinen Augen etwas, dass von der Ukraine selbst bewerkstelligt werden könnte.
      Die Ukraine kann selbst dafür sorgen, dass zum Beispiel von staatlicher Seite kein Mensch geehrt oder als Nationalheld verehrt wird, der nachweislich mit echten Nazis kollaboriert hat. Ich denke, das wäre eine Forderung, der noch am einfachsten nachzukommen wäre, wenn als Preis dafür eine Beendigung von Kampf und einem „Frieden“ in der Waagschale liegt.
      Der zweite Punkt – das sind Armeeteile mit bedenklichen Namen und Abzeichen; das wäre in meinen Augen auch noch eine Angelegenheit, welche die Ukraine selbst bewerkstelligen kann.
      Mir war so, als wenn vor Wochen der ukrainische Präsident eine neutrale Ukraine – also keinen Beitritt zur NATO, als zu überdenkende Option nicht grundsätzlich ausgeschlossen hatte. Ich weiß, dass der Botschafter der Ukraine in Deutschland kürzlich etwas anderes gesagt hat. Für mich beim Nachdenken darüber zählt aber zuerst das, was der ukrainische Präsident dazu zu sagen hat, denn der hat, wie in Russland Präsident Putin, wohl bei möglichen Verhandlungen das Wort, welches dann gilt.

      Ich sagte, ich wollte noch auf etwas zurückkommen; diese Gedanken von mir basieren darauf, dass der russische Präsident tatsächlich nicht die ganze Ukraine besetzen möchte und dann später noch weitere Gebiete über die Ukraine hinaus. Er sagt, dass es ihm nicht um eine Besetzung der Ukraine und weiterer Gebiete darüber hinaus, geht. Wenn man dem irgendwie Glauben schenken könnte, dann gäbe es in meiner Ansicht Verhandlungsmöglichkeiten und dann hätten Eingeständnisse zum Preis des Friedens ggf. auch Sinn.

  • Sollten die Russischen Soldaten so behandelt werden wie die Ukrainer, müssten sie eigentlich auch Verurteilt und Erschossen werden. Putin erzählt immer was von Nazis.
    Legt mal 2 Z übereinander und dreht sie in entsprechende Richtung, was kommt dabei raus. Die Hälfte davon hat er ja schon aufgemalt

  • Ich habe gerade einen Kommentar geschrieben, leider scheint es eine Zensur zu geben . Wir sind ein Freies Land also last diesen Schwachsinn.

  • @Klaus Das mit den 2 Z ist mir noch gar nicht aufgefallen, ich habs mit einem Zeichenprogramm ausprobiert. Das Ergebnis ist zwar nicht ganz ein Hakenkreuz erinnert aber SEHR daran. Wäre aber auch langweilig wenn 2 Nazi Diktatoren das gleiche Zeichen benutzen. Aber Putin hat sich sicherlich inspirieren lassen. Das gleiche Ergebnis bekommt man wenn man 1 Z und 1 N übereinander legt.
    Übrigens, diese Website ist in den USA.
    @erasmus Die Ukraine verteidigt "uns" gerade gegen Russland. Sollte Russland "gewinnen" oder besser gesagt als der "stärkere Verlierer" aus diesem Krieg hervorgehen haben wir in Europa eine übermächtige Diktatur als Nachbarn die wir uns alle nicht wünschen sollten. Russland wäre dann eine ständige Bedrohung. Der Kommunismus war ja angeblich Antiimperialistisch, das heutige Russland ist das genaue Gegenteil. Die Kosten dafür sind nicht in Geld zu messen, wären aber, denke ich, viel höher als das was wir jetzt in die Ukraine pumpen. Den Wiederaufbau der Ukraine muß von Russland geleistet werden. Auch nach dem Krieg müssen die Sanktionen bestehen bleiben bis sichergestellt ist das mindesten die Hälfte aller Einnahmen zum Wiederaufbau und Reparationen in die Ukraine gehen.
    Das Geld der Oligarchen sollte direkt in die Ukraine gehen.
    Sie haben ihr Geld nicht rechtmäßig erworben, daher ist eine Umwidmung nur gerechtfertigt.

  • @Stefan Ich bin immens beeindruckt, sie haben sich ja unglaublich mit diesem Thema auseinander gesetzt. Alle Achtung.

  • Huhu Ralf!
    Beschlagnahmtes Geld & Vermögen, egal ob von „Oligarchen“ oder dem russischen Staat usw.
    Okay – dieses Einfrieren kann ich verstehen, aber vorab nutzen – also tatsächlich für immer enteignen, damit sollte man vorsichtig sein, ein solches Vorgehen würde ich nicht befürworten. Kurz gesagt, keine ewigen Feinde aus Leuten machen, die zurzeit vielleicht noch lediglich verstimmt sind.
    Was Russland als Staat und damit Staatsvermögen betrifft: Ein wirtschaftlich kaputtes Russland könnte keine „Reparationen“ leisten, selbst wenn es wollte. Es kann und darf also nicht Ziel sein, Russland ernsthaft schaden zu wollen. Ich befürworte nicht Putins Handeln, ich versuche nur ganz bewusst seit Beginn dieses Konfliktes Emotionen aus meinen Gedanken dazu herauszuhalten, denn meine Überzeugung ist auch, dass ein Handeln nach Emotionen zumeist schädlich ist. Deshalb kann ich mich zum Beispiel auch nicht über tote russische Soldaten freuen, wie ich es schon mehrfach in Kommentaren auf verschiedenen Plattformen lesen musste. Aus diesem Grund bin ich auch gegen jegliche Art von Todesstrafe bei Verbrechen.
    Der Schaden, der angerichtet ist, auch außerhalb der Ukraine und Russland (im Falle Russlands wirtschaftlich und finanziell) ist schon ein Irrsinn. Mir wird echt übel, wenn ich jetzt immer wieder die Summen höre, die in Tötungstechnik reingebuttert wird und vor allem in welch kurzen Abständen. Lieber würde ich hören, wenn Milliarden in die Entwicklung und den breiten Einsatz umweltfreundlicher Technologien gesteckt würden, in sozialen Wohnungsbau oder in die beste erschwingliche Medizin für Alle..... . Diese Liste ließe sich noch seitenlang erweitern. Unfassbar ist wirklich, wir Menschen haben ein Gehirn und freien Willen entwickelt oder bekommen – es spielt keine Rolle, woran man glaubt. Was aber machen wir Menschen damit? Wir nutzen weiterentwickeltes Gehirn sowie unseren Willen überwiegend dazu, einander das Leben zu erschweren oder es gar zu beenden.
    Würden Menschen tatsächlich weltweit gemeinsam, miteinander, ihre jeweiligen Möglichkeiten und Ressourcen vernünftig nutzen, gäbe es keinen einzigen Hungertoten mehr auf der Welt, und zwar schon länger nicht mehr. Okay, sorry – man wird ja noch träumen dürfen.

  • @Ralf, Danke!
    Ich muss gestehen, dass ich mich teils selbst nicht mehr erkenne. Als die russischen Truppenaufmärsche sichtbar begonnen haben, habe ich mir die ersten Gedanken gemacht. Die Aufmarschzeit, das waren ja nicht wenige Tage, es waren Monate. Was ich mich gefragt habe ist - hätte man in der Zeit des Aufmarsches noch etwas tun können von Seiten der Ukraine aus UND von westlicher Seite aus - wobei Putin mit "westlicher Seite", so wie ich das vestehe, wohl hauptsächlich die USA adressiert? Ich meine, Putin hätte, rein theoretisch, bis zur letzten Sekunde, die ganze Aktion tatsächlich nur als Aufmarschmanöver durchführen können, wenn er es so gewollt hätte. Is nur so ein Gedanke. Also ich will damit damit sagen - hat der "Westen" tatsächlich Alles getan was möglich war, um einen / den Angriff unwahrscheinlich zu machen oder zu verhindern?
    Diese Nazi-Vorwürfe kamen aus Russland ja auch nicht erst seit dem Kriegsbeginn, sondern schon seit Jahren. Dazu findet man im Netz auch genügend Hinweise, habe ich jedenfalls - JETZT. Und genau auf dieses Wort "Jetzt" betone ich, weil irgendwelche großen medialen "Aufreger", an deren Wahrnehmung man gar nicht vorbeikommen konnte, gab es zu diesem Thema nämlich nicht, also nichts, was man als Schlagzeile bezeichnen kann zum Beispiel. Warum nicht? Ein Boris Becker der bankrott geht wird eine dicke Schlagzeile und das nicht nur einmalig, aber wenn ein großes Land wie Russland es ist, einem anderen Land vorwirft, ein Nazi-Staat oder faschistisch zu sein, dann geht das regelrecht unter? Das ist es, was ich in diesem Zusammenhang einfach nicht verstehe. Oder täuscht mich meine Wahrnehmung?

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Published by
Sara Breitner

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