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Ukraine-Krieg: Verstecktes Friedensangebot an Putin

Das Angebot für einen Frieden in der Ukraine hat der Kanzler Olaf Scholz geschickt zwischen den Zeilen platziert. In seiner Regierungserklärung bietet er Wladimir Putin einen möglichen Weg, gesichtswahrend aus dem Krieg im Nachbarland zu entkommen.

Dieser Schachzug ist geschickt vom Kanzler Olaf Scholz gewählt worden. Denn er lässt als Leisetreter in der Politik dem russischen Präsidenten eine Hintertür offen, um so den Krieg ohne Ansehensverlust beenden zu könne. In seiner heutigen Regierungserklärung nannte er zwei Punkte, die Moskau genau dies ermöglichen sollen und ließ zudem einen entscheidenden Punkt weg. So achtete er peinlich genau auf seine Wortwahl, was die Beschreibung des Kriegsziels betraf: „Russland darf nicht gewinnen, die Ukraine muss bestehen“, so seine Worte. Von einem Sieg des überfallenen Landes war hier kein Wort zu hören.

Für die Machthaber in Moskau wäre jede andere Formulierung nicht hinnehmbar. Es ist insbesondere für Putin wichtig, ein Ergebnis dieser Spezialoperation prästieren zu können, was seine Propaganda als Sieg deklarieren
kann. Dies soll nach Ansicht von Scholz auch nicht in Frage gestellt werden.

Zusammen mit seinem Amtskollegen aus Frankreich, Präsident Emmanuel Macron, spielt er bei dem EU-Beitritt der Ukraine auf Zeit. „Die Ukraine ist Teil der europäischen Familie.“ Was sich als eine wohlwollende Formulierung deuten lässt, hat in diesem Fall aber keinerlei Konsequenzen. Vielmehr ist es ein Signal an die Ukraine, dass es keine schnellen Beitrittsverhandlungen geben wird. Somit kommt es allem Anschein nach in der Regierungszeit von Putin nicht zu einem Anschluss des Nachbarlandes an die Europäische Union.

Das wichtigste aber ist, dass Scholz den geplanten Beitritt von Schweden und Finnland in das Militärbündnis der NATO begrüßte, aber das eigentlich wichtigste Thema außen vorließ. So wird ein solcher Schritt für die Ukraine utopischer denn je und bietet Putin gleichzeitig eine Option für Gespräche. Alles in allem hat sich hier ein verkapptes Friedensangebot eröffnet. Es bleibt nur zu hoffen, dass der russische Präsident dies auch so sieht und es bald zu Gesprächen kommen kann.

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  • Na, da fühlen sich dann halt nur 40 Mio. Ukrainer, und einige andere potenziellen russischen Opfer ( Moldawien, Georgien in gewisser Hinsicht auch Weißrussland und Anrainer) so ziemlich verarscht. Und Russland wird weiter machen.

  • Für wie dumm und naiv hält man uns eigentlich? Stimmt, es wurde für die Verdummte formuliert, aber auch die wachen langsam auf. Nein, jetzt wollen wir die ganze Wahrheit erfahren - wie, wann und warum es zum Krieg kam? Wer und warum hat er in den Krieg investiert? Wer hat verdient und wer wollte weiter verdienen? Warum und für wen sind - vor allem unschuldige Kinder - gestorben? Warum wird uns suggeriert dass man dem "Schuft" ein Angebot machen will? Wann, in der Geschichte, hat der Verlierer ein Angebot gemacht? Der Sieger hat immer bestimmt. Mit besoffenem Jelzin, Saddam, Gaddafi...konnte man es machen. Lange genug war der Verteidigerengel NATO da, man hat nur Dumme gesucht. "Geschlossene" und "Entschlossene" wollen immer noch nicht angreifen - lieber "Gesichtswahrende" Angebote machen. So beendet man keinen Krieg, schon gar nicht verlorenen. Wer keinen Mut und Verstand hat, soll kein Politiker werden.

  • Was gesagt werden sollte, ist, dass es zu einem Krieg kommt, wenn es Konflikte gibt. Und zu Konflikten gehören immer mindestens zwei dazu. Man sollte sich auch immer beide Seiten anhören. Unabhängig. So bilde ich mir schon mein Leben lang ein Urteil selber. Und man sollte unbedingt ganz tief und weit nach links und rechts schauen und graben........, aber für nicht selber Denkende zählt, dass man mit dem diktierten Standpunkt mitzieht. Fakt ist: Diesen Krieg der unmenschlichsten Art darf es einfach im 21. Jahrhundert und mitten in Europa nicht geben. Es sterben immer die Unschuldigen. Frauen, Männer, Kinder, Soldaten, Offiziere etc. Übrig bleibt die Regierung, die be- und geschützt wird in den herrlichsten Unterkünften (evtl. auch Bunker mit exklusiver Ausstattung). Und deren Söhne werden nicht in den Krieg geschickt.

  • ja, zu einem Konflikt gehören immer 2, einer der Angreift und einer der sich verteidigt. Der Angreifer ist immer im Unrecht, der Verteidiger hat immer das Recht sich mit allen erdenklichen Mitteln zu wehren. Es ist schon komisch, erst sprach Despot Putin von einem Genozid, dann ruderte er zurück und sprach von "Ungerechtigkeiten" jetzt wird davon gesprochen das das ganze nur ein Test sei um die Waffen von Russland auf Überlegenheit gegenüber den gelieferten westlichen Waffen erproben (für einen größeren Konflikt?). Na, sind wir leicht zu durchschauen, woher hat er denn als er angriff gewußt das wir Waffen liefern würden. Ein sehr teurer Test, mal abgesehen vom wirtschaftlichen Ruin beider Länder aber noch schlimmer die menschlichen Kosten, das Leid, den Tod den Putin und seine Schergen angerichtet haben. Ich glaube Lügen haben wir von dem russischem "Führer" genug gehört, Lügen sind wohl Bestandteil der russischen Politkultur. Auch nach dem Krieg müssen die Sanktionen bestehen bleiben bis sichergestellt ist das mindesten die hälfte aller Einnahmen zum Wiederaufbau und Reparationen in die Ukraine gehen.

  • Das ihnen die Denkweise von Turbo gefällt das war mir klar. Haben sie beide einen benachbarten Computerarbeitsplatz im Kreml ?

    • Nichts war Ihnen klar und wird es nie werden. Bei Ihnen hat Ratio keine Chance. Sie sind schon verurteilt - unverändert zu sterben.

  • Wegen solchen Despoten wie Putin sind schon viele Unschuldige gestorben. Das ist richtig. Endlich kann ich ihnen mal bei etwas zustimmen. Meine Ratio ist übrigens sehr ausgeprägt, man sagt mir nach ich würde ständig alles analysieren.

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Stuart Henderson

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