Vodafone schaltet UMTS ab

Der Mobilfunkstandard UMTS oder auch 3G war vor 20 Jahren der Inbegriff des Fortschritts. Nun aber ist diese Technologie mehr als überholt und wird bald abgeschaltet. Diejenigen, die noch immer mit dieser Technik telefonieren, sollten sich umgehend mit ihrem Anbieter in Verbindung setzen.

Einst wurde der Mobilfunk-Standard 3G, auch UMTS genannt, als der große Fortschritt gefeiert. Doch nun rückt das Ende näher. Bundesweit will Vodafone zum Ende Juni die verbliebenen 3G-Sender abschalten. Diese sollen dann von besseren 4G oder gar 5G Alternativen ersetzt werden. Doch schon Anfang Mai hat das Unternehmen aus Düsseldorf die Hebel in den Großstädten Chemnitz, Wiesbaden und Mainz umgelegt.

Man habe neben der technischen Erprobung auch erfahren wollen, wie die Kunden auf eine vorzeitige Abschaltung reagieren, wie ein Firmensprecher sagte. „Es sind deutlich weniger Kunden als erwartet, die sich bei uns melden – bei den meisten der Anrufe geht es um ältere Smartphones, die noch kein LTE unterstützen.“ Weitere Gründe für einen Anruf bei der Hotline waren die Wünsche nach einem Umtausch von älteren SIM-Karten. Die Firma wurde aufgrund der spärlichen Resonanz auf die vorab angekündigte lokale Abschaltung in ihrer Annahme bestärkt, dass für die Kundschaft die daraus entstehenden Folgen weitaus geringer seien als zuvor angenommen.

Nur noch 1,5 Prozent des Datenverkehrs

Die Technik mit 3G/UMTS gilt als veraltet, denn die neuen Technologien rund um 4G/LTE sowie 5G haben wesentlich schnellere Übertragungen bei gleichzeitig geringeren Verzögerungen. Die 3G-Technik war vor rund zwei Jahrzehnten der Stand der Dinge. Für 50 Milliarden Euro haben die Mobilfunkunternehmen im Jahr 2000 die UMTS-Frequenzen vom deutschen Staat erworben. Doch sank der Bedarf an 3G durch die Einführung von 4G und mittlerweile auch 5G zuletzt immer weiter. Nur 1,5 Prozent des gesamten Datenverkehrs über Mobilfunk wurden im April über 3G geliefert. 2,5 Prozent waren noch zum letzten Jahreswechsel.

Inzwischen sind auch die allermeisten Smartphones in der Lage, 4G zu verarbeiten. Lediglich einige alte Modelle können dies noch nicht. Zudem ist in den meisten Mobilfunkverträgen auch schon 4G inklusive. Wer nun noch eine alte und vermutlich selten genutzte Prepaid-Karte hat, der wird nach der bundesweiten Abschaltung Mitte des Jahres Probleme bekommen.

Alte SIM-Karten tauscht Vodafone kostenlos aus. Das Unternehmen empfiehlt darüber hinaus, in den Einstellungen die Aktivierung der sogenannten VoLTE-Funktion vorzunehmen. Damit könne man zumindest über das 4G-Netz telefonieren. Die freiwerdenden Mobilfunkfrequenzen werden nach der Abschaltung auf 4G umgewidmet. Ein Vodafone-Sprecher sagte, dass sich so das Angebot für die allermeisten Nutzer massiv verbessern werde. Ende Juni will auch die Deutsche Telekom die alten Frequenzen abschalten, Telefónica plant dies bis zum Ende des Jahres.

2 Kommentare

  1. Schei…. Meine Frau telefoniert immer noch mit einen uralten NOKIA Handy.
    Ich glaube, dass das immer noch mit diesem 3 G arbeitet.
    Wird dann ihr geliebtes Gerät wegwerfen können!

    1. Hmm, telefonieren uns smsen sollte eig noch gehen, es wird nur das 3G Datennetz abgeschaltet, soweit ich weiss.

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