WhatsApp bringt neue Spezialfunktionen

Die Facebook-Tochter WhatsApp hat mit dem Versuch, neue Nutzungsbedingungen durchzusetzen, bei ihrer Nutzerschaft für massiven Ärger gesorgt. In Sachen Privatsphäre startet das Unternehmen nun eine neue Offensive. Es soll eine neue Funktion geben, mit der sich nach dem Lesen eine Nachricht sofort löscht.

So können beispielsweise Familienmitglieder über diese neue Funktion ein Passwort verschicken, welches sich dann selbst löscht. Dies sagte zum Start der neuen Werbekampagne der WhatsApp-Chef Will Cathcart zur britischen Presse. Eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt es bei WhatsApp bereits seit Jahren. Diese verhindert sogar, dass Facebook private Chats mitlesen kann.

Cathcart betonte in dem Gespräch auch, dass es die Menschen gar nicht wollen, dass alle Nachrichten dauerhaft erhalten bleiben. Denn bei einem persönlichen Gespräch hat man ja auch kein Aufnahmegerät dabei. Daher ist es schon eigenartig, dass die digitalen Plattformen die Kommunikation für immer speichern wollen. Selbstlöschende Nachrichten hatte WhatsApp bereits im vergangenen Jahr für Gruppenchats eingeführt. Diese verschwinden dann nach sieben Tagen. Diese Funktion soll nun im Unternehmen schrittweise ausgebaucht werden. Bereits Anfang Juni stellte Zuckerberg, Chef von Facebook, in Aussicht, dass Bilddaten nur einmal gesehen werden können.

Doch diese Funktion bietet auch keinen vollkommenen Schutz. Per Screenshot zum Beispiel kann der Empfänger diese Nachricht speichern. Wann die neuen Funktionen final kommen, steht noch nicht fest. Vor WhatsApp haben solche Funktionen schon Snapchat, Signal oder Telegram eingeführt.

Der mit weltweit zwei Milliarden Nutzerinnen und Nutzern größte Messenger war in die Kritik geraten, da neue Nutzungsbedingungen durchgesetzt werden sollten. Auch wenn der Dienst beteuerte, mit der Konzernmutter Facebook keine Daten austauschen zu wollen, blieben doch viele Nutzer misstrauisch. Das Unternehmen hat inzwischen angekündigt, dass der Dienst vollumfänglich weiter genutzt werden kann, auch wenn die neuen Nutzungsbedingungen nicht akzeptiert werden.

Das bei der Ankündigung der neuen Regeln Fehler gemacht worden, räumte auch der WhatsApp-Chef ein. „Wir müssen klar kommunizieren, was wir machen und warum.“ WhatsApp habe dies aber verpasst. „Wir wurden erst klarer, als wir die Verwirrung sahen. Das geht auf unsere Kappe“, sagte Cathcart. Ein Großteil der Nutzer hat inzwischen zugestimmt, doch gab es vom Manager keine genauen Zahlen dazu.

Und auch immer mehr Regierungen haben einen Blick auf den Dienst geworfen. Sie wollen die Möglichkeit haben, Chat-Nachrichten mitzulesen. Dieser Forderung hat Cathcart eine klare Absage erteilt. „Ich hoffe, dass Regierungen mit der Zeit einsehen, dass die wichtigste Rolle, die sie spielen können, darin besteht, für mehr Sicherheit zu sorgen.“ Künftig solle auch der Messenger von Facebook verschlüsselt sein.

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Ein Kommentar

  1. Ich brauche keines dieser sogenannten „sozialen Medien“.
    Ich kann schreiben, telefonieren, beim Zusammentreffen mit anderen quatschen.
    Ich vermisse keines dieser Medien, dient meistens nur um Quatsch zu verbreiten!!

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