WHO mit Paukenschlag-Aussage: Bewegung Richtung Endphase der Pandemie “plausibel”

Es sind Worte, die aufatmen lassen. Erstmals macht ein Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Hoffnung, dass die Pandemie sich dem Ende nähern könnte – zumindest in Europa. Und natürlich gibt es auch ein „aber“.

Hans Kluge, Europa-Chef der WHO, äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP geradezu als Botschafter der Hoffnung. Die derzeitige Omikron-Welle könnte die Pandemie in Europa beenden. “Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt”, sagte der belgische Mediziner, der seit 2020 als WHO-Regionaldirektor für Europa in tätig ist.

Sobald die Omikron-Welle überstanden sei, könne man „für einige Wochen“ von einer globalen Immunität ausgehen, „dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion Immunität haben”. Auch die wärmeren Monate würden vermutlich Ruhe in das Infektionsgeschehen bringen. Zum nächsten Herbst und Winter hin würde Covid-19 zwar sicherlich wieder in Erscheinung treten, „aber die Pandemie kommt nicht unbedingt zurück”.

Die WHO rechnet damit, dass bis März 60 Prozent der Menschen in Europa mit der Omikron-Variante infiziert sind oder wurden. Hinzu kommen die Geimpften. Es besteht also die Chance auf eine hohe Bevölkerungsimmunität.

Gemäß führender Virologen kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Mutationen einen Strich durch die Rechnung machen und bestehende Immunitäten nicht mehr vor einer Erkrankung schützen. Diese Sorge teilt auch Kluge, der noch nicht von einem endemischen Zustand sprechen möchte. Denn eine Endemie bedeute, „dass es möglich ist, vorherzusagen, was passieren wird.” Das Coronavirus habe allerdings mehrmals für unvorhergesehen Überraschungen gesorgt. Daher müsse man „vorsichtig sein“.

Er glaubt jedoch nicht, dass Regierungen sich weiter auf Einschränkungen der Ansteckungen fokussieren sollten. Stattdessen müssten alle Kräfte darauf konzentriert werden, vulnerable Personengruppen zu schützen und das Gesundheitssystem so aufzustellen, dass Covid-19 nicht mehr für eine Überforderung sorge „und die grundlegende Gesundheitsversorgung” fortgesetzt werden kann.

Weiteren Grund zur Hoffnung gibt auch der EU-Binnenmarktskommissar Thierry Breton. Der französische EU-Kommissar, der auch bei der europäischen Impfstoffversorgung involviert ist, glaubt, dass die bereits vorhandenen Impfstoffe an jede neue Virusvariante angepasst werden können. Daher seien wir in Zukunft in der Lage, „uns zu wehren“, so Breton im französischen Fernsehen, wo fast 76 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft ist. In Deutschland liegt die Quote bei 73 Prozent.

2 Kommentare

  1. Und Hans Kluge kommt sich sehr klug vor und dieses ABER …
    … sollte man doch wirklich sehr GROSS SCHREIBEN, denn die deutschen Virologen wissen ja schon bereits von der neuen Variante der Geschäftsmacher wie negiwadi bereits schreibt!

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