WHO wegen Affenpocken in großer Sorge: Wird jetzt Notfalllage ausgerufen

Auf der gesamten Welt steigen die Affenpockenfälle immer weiter an. Das hat nun den WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus dazu veranlasst, in der nächsten Woche einen Notfallausschuss einzuberufen. Dabei soll dann entschieden werden, ob es sich analog zu Corona um eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite handelt.

Die WHO kann mit der Erklärung der Notlage die höchste Alarmstufe verhängen. Mit dieser Maßnahme sollen die jeweiligen Mitgliedsländer vor der Gefahr gewarnt werden, auch wenn keine direkten Folgen daraus entstehen. Zuletzt war diese Situation im Rahmen der Corona-Pandemie im Januar 2020 ausgerufen worden und gilt noch heute.

39 Ländern haben bislang über 1.600 Infektionen mit Affenpocken an die WHO gemeldet. Weitere 1.500 Verdachtsfälle sind noch nicht abschließend bewertet worden. Seit Jahrzehnten grassiert die Krankheit in sieben afrikanischen Ländern, in 32 weiteren waren bis zum Mai des Jahres solche Infektionen noch nie aufgetreten. 72 Menschen haben die Infektion in diesem Jahr nicht überlebt, weitere Todesfälle werden auf einen Zusammenhang hin überprüft.

Besonders besorgniserregend sei, dass durch das ungewöhnliche Verhalten des Virus immer mehr Länder befallen sind und eine abgestimmte Koordinierung notwendig machen. Doch ist nach Aussage von Tedros noch nicht entschieden, ob eine Notfalllage ausgerufen werden müsse. Experten werden dies aber zeitnah bewerten.

Der WHO-Spezialist Ibrahima Socé Fall ist überzeugt, man werde nicht warten bis die Situation außer Kontrolle gerät. Der Ausschuss ist mit Experten und Expertinnen besetzt, die über eine lange Erfahrung mit der Krankheit verfügen und geeignete Maßnahmen zur Eindämmung vorschlagen könnten. WHO-Spezialistin Rosamund Lews sagte: „Das Wichtigste ist, Bewusstsein zu schaffen, damit die Menschen ihr eigenes Risiko abschätzen können.“

Für den heutigen Mittwoch erwartet das Gesundheitsministerium in Berlin eine größere Lieferung an Impfstoff gegen das Virus. Die rund 40.000 Dosen werden über den Bund an die Länder verteilt, die dann eigenständig die Verimpfung und Distribution vornehmen werden. Welches Bundesland welche Mengen erhält, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

Zuvor hatte schon Karl Lauterbach für den 15. Juni die Bereitstellung des Impfstoffes zugesagt, doch arbeite man noch an der genauen Konzeptionierung der Verabreichung. In der ersten Lieferung seien 40.000 Dosen verfügbar, später werden noch weitere 200.000 hinzukommen. In der vergangenen Woche hatte die Ständige Impfkommission erste Details für die Impfempfehlung von Risikogruppen veröffentlicht.

2 Kommentare

  1. So wird nun noch unser letztes Geld an die Pharmaindustrie gegeben und die Querdenker hatten wohl doch recht.
    Wie viele hunderttausende Jahre gibt es schon Menschen auf der Welt? Und wieso passiert gerade jetzt so viel mit den Viren? Wer kannte früher den Gesundheitsminister und den obersten der WHO?

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